#15 Zu viel Regen, zu wenig Wasser – Das Paradox unserer Zukunft

Shownotes

**Zu viel Regen, zu wenig Wasser – wie passt das zusammen? **

Trockene Sommer, sinkende Grundwasserspiegel – und gleichzeitig Starkregen und Hochwasser. Was erstmal widersprüchlich klingt, ist tatsächlich ein zentrales Problem unserer Zeit.

In dieser Folge von BRANDWISSEN spricht Moderatorin Minel mit **Prof. Dr. Thorsten Wagener vom WaterHub Potsdam **darüber, wie sich unsere Ressource Wasser verändert – in Brandenburg und weltweit.

🔎 **Was ihr in dieser Folge erfahrt **

Warum Brandenburg gleichzeitig wasserreich und wasserarm ist 

Wieso Starkregen uns oft nicht hilft, sondern Wasser verloren geht 

Warum die Grundwasserneubildung um ca. 40 % zurückgegangen ist 

Welche Rolle Klimawandel und Verdunstung spielen 

Wie Landwirtschaft und Industrie Wasser nutzen – und oft übernutzen 

Was „Schwammstädte“ und wiedervernässte Moore bewirken können 

Warum unser persönlicher direkter Wasserverbrauch relativ gering ist – aber der indirekte enorm 

🌍 **Direkter vs. indirekter Wasserverbrauch **

Wir verbrauchen im Alltag etwa 125 Liter Wasser pro Person und Tag. Viel größer ist jedoch unser indirekter Verbrauch:

ca. 3000 Liter Wasser für 1 kg Reis 

ähnlich viel für ein T-Shirt aus Baumwolle 

Das Problem: Dieses indirekt genutzte Wasser stammt oft aus Regionen, die ohnehin schon unter Wassermangel leiden.

🚰** Trinkwasser – ein Privileg **

In Deutschland können wir Wasser aus dem Hahn trinken – sicher und gut kontrolliert. Doch weltweit haben rund 2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Darauf verweist auch das Mitbringsel unseres Gastes - und wie es einer Studentin gelang, das zu verbessern.

**Wasser ist keine Selbstverständlichkeit. **

🌱 **Was wir konkret tun können **

bewusster mit Wasser umgehen 

weniger verschwenden 

saisonal und regional einkaufen 

globale Auswirkungen unseres Konsums bedenken 

Denn: Unser Wasserverbrauch endet nicht am Wasserhahn.

🌍 **Mehr zur Forschung am WaterHub Potsdam **

👉 https://www.uni-potsdam.de/de/potsdamer-forschungshub-wasser

Transkript anzeigen

00:00:07: Brandwissen – junge Fragen an kluge Köpfe.

00:00:10: Der Podcast, der die Neugier entfacht!

00:00:12: Von ProWissen-Potsdam mit Forschenden aus Brandenburg.

00:00:16: Neugiere ich direkt und mittendrin.

00:00:23: Hallo und herzlich willkommen zu Brandwissens.

00:00:26: Schön, dass ihr dabei seid.

00:00:27: Heute geht es um das Thema Wasser.

00:00:29: Und zwar ganz konkret hier bei uns in Brandenburger und darüber hinaus.

00:00:33: Ich hab das Gefühl, dass unsere Sommer oft sehr trocken sind.

00:00:36: Aber es gleichzeitig auch immer so stark regnet oder sogar hoch Wasser gibt.

00:00:41: Also wie passt das eigentlich zusammen und was bedeutet das für unsere Umwelt?

00:00:46: Und für uns Menschen?

00:00:48: Darüber spreche ich heute mit Professor Dr.

00:00:50: Thorsten Wagner von der Universität Potsdam.

00:00:52: Schön, dass Sie da sind!

00:00:54: Danke schön, schön, dass ich hier sein kann.

00:00:56: Wir haben heute das Thema Water Hoop.

00:00:58: Was heißt das eigentlich?

00:01:00: Ja, der Water Hub ist eine Initiative der Uni Potsdam und anderen Forschungsinstituten in der Region.

00:01:09: Zum Beispiel dem Potsdams Institut für Klimafolgenforschung und im Geoforschungszentrum, um unsere ganze Expertise unserer Wissen im Bereich Wasser zusammenzubringen so ein bisschen zu bündeln.

00:01:21: Wir haben so viele Experten zu verschiedenen Aspekten des Wassers Hochwasser, Dürren, Wasserqualität und anderen Aspektern Und es ist für uns wichtig dass wir auf der einen Seite untereinander uns vernetzen und austauschen.

00:01:34: Aber auch, dass wir mit der Öffentlichkeit arbeiten und es nach außen hin darstellen und zeigen was wir alles machen.

00:01:41: Brandenburg ist perfekt als Ort um Wasserforschung zu betreiben denn wir sind gewässerreich aber wir sind auch wasserarm.

00:01:48: also gibt sehr viele Probleme mit dem Thema Wasser und heißt Wasser ein großes Thema in der Region.

00:01:53: Und was wäre denn so das größte die größte Herausforderungen hier an Brandenburger mit dem themawasser?

00:02:00: Die größte Herausforderung ist sicherlich die Wiefelwasser wir haben.

00:02:07: Wir haben relativ wenig Niederschlag im deutschen Vergleich, wir haben ja so sechshundert Liter pro Quadratmeter Niederschlag pro Jahr und in Deutschlandweit ist es eher so achthundert.

00:02:21: und mittlerweile ist es so dass durch den Klimawandel immer längere Sommer haben.

00:02:27: Wir haben höhere Temperaturen, wir haben sehr viel Sonnenschein, dass wir gleichzeitig sehr viel Verdunstung haben und das heißt der Großteil des Niederschlags, der Feld, der größte Teil des Regens verdunste ich wieder in die Atmosphäre und relativ wenig bleibt eigentlich hier.

00:02:41: Also müssen wir uns eigentlich Sorgen machen, dass uns so ein Brandenbocker auf das Wasser ausgeht?

00:02:46: Wird das irgendwann mal weg sein?

00:02:49: Na ja, weg sein...so nicht aber es wird weniger.

00:02:53: also Wir sehen langfristig in den Trends, dass die Regenmenge und die Verdunstungsmenge werden immer gleicher, immer ähnlicher.

00:03:05: Und der Unterschied zwischen den beiden ist das Wasser was wir zur Verfügung haben.

00:03:10: Wenn sie immer ähnelicher sind dann ist es immer weniger da.

00:03:13: Man sieht zum Beispiel schon das in den letzten rund vierzig Jahren Grundwasserneubildung, also der Niederschlag der Regen, der Feld und den in der Erde versickert.

00:03:23: Und er letztendlich unsere Sehen- und Flüsse speist um vierzig Prozent zurückgegangen ist.

00:03:29: Das hat welche Folgen für uns?

00:03:32: Das hat Folgen dass wir zum Beispiel sehen in unseren Parks, Sanssouci und den anderen Parks das da viele Bäume nicht mehr zumindest nicht mehr ganzjährig mit ihren Wurzeln ans Grundwasser kommen.

00:03:47: Wir sehen, dass wir immer wieder Probleme haben.

00:03:51: Weil wir auf nicht nachhaltige Weise Wasser entnehmen.

00:03:54: Das heißt, wir entnehmen mehr Wasser aus dem Grundwasser als natürlich nachkommt und das heißt es sagt immer weiter ab.

00:04:03: zum Beispiel ist also fast unser ganzes Trinkwasser ist Grundwasser.

00:04:08: viele Industrie und immer mehr Landwirtschaft nutzen Grundwasser Und dadurch haben wir Probleme einfach nicht mehr nachhaltig diese Ressourcen benutzen.

00:04:18: Und wie haben wir denn die Möglichkeit, dann nachhaltigt dieser wertvolle Ressource Wasser überhaupt zu nutzen?

00:04:26: Wir müssen auf der einen Seite versuchen so gut wie möglich zu verstehen, wie viel Wasser im Moment und in Zukunft da sein wird.

00:04:35: Das heißt, wir haben komplizierte mathematische Modelle mit denen wir vorhersagen machen um zu verstehen Wasser in unseren Seen da ist, in zehn, in zwanzig und dreißig Jahren.

00:04:50: Und gleichzeitig müssen wir dann unsere Wassernutzung daran anpassen.

00:04:53: Wir müssen schauen dass wir der Landwirtschaft mit der Industrie, mit dem Trinkwasser was wir benutzen nicht mehr entnehmen als eigentlich da ist.

00:05:05: Das heißt man muss zum Beispiel vielleicht andere Landwirtschaft betreiben.

00:05:10: Man muss das gesagt es regnet auch oft sehr stark hier in der Region.

00:05:17: Und ein Problem damit ist, dass wenn der Niederschlag in so stark Regen fällt, dann fließt er sehr schnell ab.

00:05:25: Also er geht uns verloren?

00:05:26: Er geht uns verloren und das heißt wir müssen mehr Wege finden um mehr von diesem Starkregen festzuhalten.

00:05:33: zum Beispiel im Urbahnenräumen macht man das als Schwammstätte.

00:05:36: Das heißt man bild praktisch Elemente Infrastruktur die das Wasser festhalt und langsam Das werden im Starkregen möglichst viel Wasser nicht einfach verschwindet, sondern da bleibt.

00:05:52: Und in der Natur versucht man das immer.

00:05:54: und dass man indem man zum Beispiel Moore wieder vernässt.

00:05:57: Wir hatten früher sehr viele Moore hier mittlerweile viel weniger weil wir die für die Landwirtschaft nutzen.

00:06:03: und wenn wir diese Feuchtgebiete wieder herstellen dann kann da viel mehr Wasser gespeichert werden.

00:06:09: uns fließt nicht so schnell ab.

00:06:10: Wie kommen Landwirte durch diese Trockenphasen an?

00:06:15: Wenn es viel Wasser verloren geht, durch den starken Niederschlag, kriegen die überhaupt das in ihre Pflanzen zu versorgen oder besteht durch den Mangel an Wasser auch die Gefahr, dass wir irgendwann Lebensmittel weniger werden.

00:06:31: In Brandenburg kommt noch dazu, dass sehr sandige Böden haben.

00:06:37: Die Bölden sind sehr durchlässig.

00:06:41: Niederschlag fällt, der versichert sehr schnell und geht zu schnell nach unten weg.

00:06:46: Und das heißt dieser ... Der Regen ist nur für kurze Zeit für die Pflanzen.

00:06:53: eigentlich steht er zur Verfügung.

00:06:54: Der Boden trocknet dann schnell aus mit der Verdunstung.

00:06:58: Dann muss man praktisch künstlich bewässern.

00:07:02: Das heißt, man müsste Grundwasser pumpen über die Felder ausbreiten Und so werden Trockenphasen der Landwirtschaft überbrückt.

00:07:11: Man sieht im Laufe der Zeit und in den letzten Jahren, dass das in Deutschland mehr wird, dass wir das mehr machen müssen weil wir weniger Regen haben oder mehr Verdunstung haben.

00:07:24: In Zukunft wird es noch mehr werden?

00:07:26: Oder wir müssen uns halt andere Pflanzenarten suchen die weniger Wasser brauchen.

00:07:32: zum Beispiel Kichererbsen brauchen weniger Wasser.

00:07:34: Die sind viel Widerstandsfälger.

00:07:37: Das ist praktisch, gerade wenn der Regen anfängt immer härter zu werden.

00:07:43: Wir können den auch nicht mehr so effizient nutzen, dass wir quasi Alternativen suchen mit denen wir einfachere Anbaumöglichkeiten nutzen können.

00:07:52: Genau meistens geht es darum wie viel Zeit zwischen Niederschlags- und Regenerreignissen vergeht?

00:08:00: Und wie stark der Boden dazwischen austrocknet?

00:08:03: Kommt das eigentlich jetzt trotz des Regens, der ja immer mehr nachlässt und der Wärme auch noch zu Hochwasser.

00:08:09: Also das ist umschwingt jetzt von Trockenphase zu Hochwasser?

00:08:14: Ja interessanterweise ist es zumindest in Brandenburg so dass sich die Menge an Regen, die wir haben eigentlich gar nicht besonders ändert.

00:08:22: also sie ändert sich lokal ein bisschen über Brandenburger hinweg aber eigentlich bleibt sie ziemlich gleich.

00:08:30: Das verdunstet halt mehr Und was sich auch ändert, ist ein bisschen wie der Niederschlag fällt.

00:08:37: Welche Regenerreignisse wir haben?

00:08:39: Denn hier in Brandenburg fällt viel Regen im Sommer und wenn er im Sommer fällt dann fällt er oft in Form von Gewittern.

00:08:46: Das sind diese starken Regen, diese sehr intensiven Niederschläge wo man dann ganz ruhig bei nass wird, wenn man da reinkommt.

00:08:54: Und weniger im Winter.

00:08:57: In den anderen Regionen ist das anders.

00:08:59: Dadurch fällt auch der Regen in der Phase des Jahres, wo wir sehr warm haben.

00:09:05: Wo es viel Sonnenschein ist und die Pflanzen sehr aktiv sind.

00:09:07: Deswegen haben wir sehr viel Verdunstung, wenn der meiste Regen fällt.

00:09:12: Das ist jetzt irgendwie komisch.

00:09:13: So Sommer, die heißeste Jahreszeit ... Alles ist trocken und dann heißt das aber da regnet's am meisten so.

00:09:21: Warum passt das trotzdem zusammen?

00:09:25: Das passt hier zusammen, weil wir in einem Bereich sind, wo diese Wetterbereiche zusammenkommen.

00:09:31: Wir sind relativ weit weg von der Küste und haben im Winter stabilen Niederschlag aber nicht so viel, weil er meist abregnet bevor es nach uns kommt.

00:09:42: Diese großen Regensysteme regnen meistens vorher ab zu produzieren in dieser Region und deswegen haben wir diese Kombination, die auf der einen Seite sehr spannend ist.

00:10:01: Auf der anderen Seite auch ein bisschen unpraktisch für viele wasserwirtschaftliche Dinge.

00:10:06: Das heißt aber dass es eher negativ ist mit diesen ganzen Regen und diesem Hochwasser?

00:10:12: Gibt das dann irgendwie auch positive Eigenschaften an Hochwasser oder gibt es nur negative Konsequenzen?

00:10:20: Ich würde sagen erst mal ist ja ob wir trockene Phasen oder feuchte Phasend Das ist halt ein natürlicher Kreislauf, der stattfindet und an den sich die Natur anpasst.

00:10:36: Die Frage ist wie gut wir uns anpassen können in diese Veränderung zwischen diesen Extremen?

00:10:43: Und oft ist es halt so dass gerade durch den Klimawandel letztendlich weniger Wasser da ist was wir benutzen können und wir aber mehr Wasser erwarten.

00:10:55: Wir haben Industrieunternehmen, die Wasser aus dem Grundwasser nehmen.

00:10:58: Wir haben Landwirte und viele Hausbesitzer, die einen Brunnen haben in den Garten, die jedes Mal zum Garten bewässern, Wasser entnehmen.

00:11:10: Wir nehmen Grundwasser, Trinkwasser zu duschen oder waschen usw.

00:11:15: Die Frage ist, wie viel Wasser brauchen wir?

00:11:18: Und wieviel Wasser ist da?

00:11:21: Wieviel water da ist, können wir letztlich nur sehr ... schlecht beeinflussen.

00:11:25: Zumindest den Regen können wir schlecht beeinflussen und die Verbundslung generell, wir können versuchen mehr festzuhalten aber letztendlich müssen wir dann sehen dass wir unseren Bedarf anpassen das wenn nicht mehr so viel Wasser verbrauchen.

00:11:40: Das heißt wir haben sehr hohe Erwartungen, dass wir jetzt Wasser brauchen weil wir ja auch sehr davon abhängig sind oder?

00:11:48: Genau und man sieht das zum Beispiel, wenn in den letzten Jahren hat mir sehr viel Dürren auch in ganz Europa.

00:11:55: Und diese Dürre waren besonders problematisch in Regionen die eigentlich ziemlich viele Wasser haben.

00:12:01: Zum Beispiel Norditalien hatte große Dürreprobleme woin gegen der Süden Italien jetzt keine Dürriproblemen hatte nicht obwohl sie eigentlich weniger Wasser haben weniger Regen.

00:12:12: aber die haben sich schon lange daran angepasst dass sie wenig Regen haben.

00:12:16: Meine Frau zum Beispiel macht gerne Risotto und viel von dem Risottoreis, den wir in Europa benutzen.

00:12:24: Der kommt aus Italien, der kommt aus Norditalien.

00:12:27: Und in den letzten Jahren durch die Dürre ist diese Reisproduktion sehr stark eingebrochen weil einfach nicht mehr genug da war.

00:12:36: Das ist also eine Frage was erwarten wieviel Regen erwarten wir?

00:12:40: Wie viel kommt letztendlich um?

00:12:42: wenn sich das ändert dann haben wir ein Problem.

00:12:45: Ich finde es gerade auch so interessant, dass wir gerade immer merken das eine ist unser Verbrauch was wir einfach nur verbrauchen wollen.

00:12:53: Aber wir brauchen glaube ich auch gar nicht so viel.

00:12:56: Also wieviel Wasser brauchen wir denn wirklich?

00:12:58: Und ab welchem Punkt sind wir da angelangt?

00:13:02: Wofür Wasser einfach nicht mehr wertschätzen?

00:13:07: Ja, das ist ne gute Frage und da sind zwei Aspekte, zum Einen ist es der direkte Wasserverbrauch und das ist was wir meistens diskutieren.

00:13:17: Das sind für dich und für mich und für uns alle im Prinzip pro Person ungefähr hundertzwanzig Liter pro Tag.

00:13:25: Also Duschen, Waschen, Kochen, Toilette...was weiß ich?

00:13:28: Das kommt ungefähr auf sowas raus!

00:13:31: Und das ist eigentlich ziemlich wenig.

00:13:33: Ja, und das war früher Anfang der Neunzeigerjahre war das viel mehr.

00:13:37: Wir sind da sehr runtergegangen, andere Länder verbrauchen viel mehr Wasser pro Person als wir.

00:13:42: Wir sind ja schon ziemlich gut.

00:13:44: Ja wirklich?

00:13:44: Okay

00:13:45: Aber wofür wir eigentlich vielmehr Wasser benutzen ist was wir vielleicht die indirekte Wassernutzung nennen können.

00:13:54: zum Beispiel für ein Kilo Reis braucht man fast drei tausend Liter Wasser um einen Kilo reis zu produzieren und wenn du dir ein neues T-Shirt kaufst braucht man ungefähr genauso viel Wasser, um das T-Shirt zu produzieren.

00:14:36: benötigt hat?

00:14:39: Viel mehr, vielmehr als der direkte Wasserverbrauch.

00:14:41: Also ein Kiloreis und T-Shirt wie gesagt sind ungefähr so drei tausend Liter die man dafür braucht.

00:14:48: Und das Problem dabei ist dass das T-shirt jetzt aus Baumwolle kommt aber nicht aus Brandenburg sondern die kommt irgendwo her wo es wahrscheinlich ziemlich warm ist, wo wahrscheinlich ziemlich wenig Wasser ist, die viel weniger Wasser haben als wir, die womöglich Grundwasser benutzen und die das nicht nachhaltig nutzen.

00:15:09: Das heißt, unsere indirekte Wassernutzung nimmt eigentlich Wasser weg von Regionen der Welt, die sowieso schon wenig Wasser haben.

00:15:17: Und das muss man alles zusammenbringen.

00:15:21: Die direkte Wassermutzung, da greifen wir in den Wasserkreislauf ein in Brandenburg.

00:15:27: Mit der indirekten Wassernunzungen haben wir praktisch einen globalen Einfluss auf den Wasserekreisler.

00:15:32: Okay!

00:15:39: Ich

00:15:43: würde dir jetzt mal hier vielleicht harter Schnitt sagen.

00:15:47: Du hast uns etwas mitgebracht, was hast du uns mitgebracht und warum passt es zum Thema?

00:15:54: Also ich habe etwas mit gebracht.

00:15:56: das ist eine Wasserflasche so eine Metallflashe die schon seit vielen vielen Jahren bei mir im Büro am Schreibtisch steht.

00:16:03: dich jeden Tag ein paar Mal mit unserem Trinkwasser aus dem Wasserhahn auffülle und dann Leertrink.

00:16:11: Flasche steht drauf, sicheres Wasser rettet Leben.

00:16:16: In Englisch safe water saves lives.

00:16:19: und das ist eine Organisation die von einer Studentin gegründet wurde.

00:16:26: Die hat gerade ihren Bachelor beendet vor langer Zeit, war zwanzig Jahren und hatte danach diese Organisation gegründe, die sich zur Aufgabe gemacht hat Menschen sicheres Trinkwasser zu bringen.

00:16:39: Das hat sie angefangen, weil sie als sie Abitur beendet hatte nach Indien gegangen ist um da ein Jahr lang Kindern lesen schreiben rechnen beizubringen.

00:16:50: Und in dieser Zeit sehr krank geworden ist und fast gestorben ist, weil die schlechtes Trinkwasser getrunken hat.

00:16:58: Das war verunreinigt.

00:17:01: Da ist aufgefallen dass dieses verunreiht Trinkwasser ein Riesenproblem ist in vielen Bereichen der Erde und wir haben heute noch zwei Milliarden Menschen, die keinen Zugang zu sicheren Trinkwasser

00:17:12: haben.

00:17:13: Wie taue ich das eigentlich jetzt?

00:17:15: Es ist eine Katastrophe sehr problematisch.

00:17:18: und dann hat sie diese Organisation angefangen und ihr habt mittlerweile über eine halbe Million Menschen Möglichkeiten verschafft sicheres Trinkwassers zu bekommen in über acht hundert Regionen in Asien hauptsächlich.

00:17:34: Und deswegen finde ich diese Flasche toll weil zum einen Erinnert es mich daran, dass unser Trinkwasser sehr gut ist hier.

00:17:40: Wir können das trinken so aus dem Wasserhahn.

00:17:42: Das ist bedenkenlos zu konsumieren.

00:17:46: Dass es kostbar ist, dass wir das haben und denn viele Leute haben das nicht.

00:17:50: Und das andere was ich ganz toll finde ist diese Katie gezeigt hat, dass man auch als Studentin oder Schülerin Wahnsinns Einfluss haben kann auf das Leben anderer Menschen wenn man sich da so motiviert fühlt wirklich was zu bewegen.

00:18:08: Ja, für uns aus unserer Perspektive einfaches Thema Wasser, das auch einfach aus unserem Wasser ankommt.

00:18:16: Für eine Studentin aber ein Schritt gewesen ist der Menschen geholfen hat.

00:18:21: es glaube ich auch eine gute Perspektiv für uns mal Sachen auch positiv sehen zu können wo wir immer nur sagen oh Gott alle Menschen draußen viele zumindestens haben nicht den Zugang zu Sabrom-Trinkwasser, was auch wirklich nicht schön ist.

00:18:36: Das will ich gerade nicht verschönern damit aber dass trotzdem einigen Menschen geholfen werden konnte aus dieser Situation rauszukommen durch eine Studentin so finde ich schön freut mich sehr für die Menschen auch.

00:18:50: Ja es ist ne tolle Sache.

00:18:51: und da hängen an der andere Sache die mich beim Thema Wasser immer sehr fasziniert ist wie viele Dinge daran hängen.

00:18:59: Zum Beispiel wenn man schaut in Indien oder in Afrika, in vielen Ländern wo halt sicheres Trinkwasser nicht gegeben ist.

00:19:07: In vielen Bereichen ist Wasserversorgung für die Familie zum Beispiel oft eine Aufgabe für Mädchen und Frauen.

00:19:16: Das heißt viele Mädchen verbringen ein paar Stunden am Tag damit weit weg zu laufen an einem Runden um irgendwo einigermaßen sicheres trinkwasser zu holen und wieder zurückzubringen was zum Beispiel dazu führt, dass die da nicht in die Schule gehen

00:19:31: kann.

00:19:32: Und deswegen in diesen Regionen oft die Ausbildung für Mädchen schlechter ist als die Ausbildung für Jungen.

00:19:40: also das heißt es gibt viele Aspekte der Gesellschaft die mit Wasser zusammenhängen und die man dann zusammen angehen kann und verbessern kann.

00:19:51: Wie sauber sind überhaupt unser Trinkwasser?

00:19:53: Also in vielen Ländern Wie jetzt schon gesagt ist es nicht sauber und weite Wege um überhaupt irgendwie Wasser zu finden, dass man irgendwie wenigstens verzerren kann.

00:20:05: Wie sauber ist das bei uns?

00:20:06: Also wie viel besser haben wir das quasi im Vergleich?

00:20:11: Unser Trinkwasser ist ja sehr gut!

00:20:12: Wir benutzen fast ausschließlich Grundwasser Das ist schon mal ziemlich gut Und dann reinigen wir das noch.

00:20:18: Wir haben sehr hohe Standards in Europa.

00:20:21: Die Trinkwasserkwalität muss sehr gut sein.

00:20:25: Das ist auch so, deswegen kann man bei uns, wenn nicht irgendwas Besonderes passiert ist bedenkenlos Wasser aus dem Wasserhahn trinken und das mache ich auch schon seit vielen Jahren.

00:20:35: Also das geht sehr gut.

00:20:37: also wir können da sehr glücklich schätzen in Europa.

00:20:41: An welcher Einflüsse verändern die Qualität unseres Trinkwassers?

00:20:48: Was unsere Wasserqualität verändert sind natürlich Jetzt sind unsere Regionen Dinge, die das Grundwasser langfristig etwas mehr verunreinigen.

00:20:58: Das können Industrieprobleme sein schon mal Unfälle oder so, dass Chemikalien ins Grundwasser gelangen.

00:21:04: Es kann auch sein, dass über die Landwirtschaft da benutzen wir natürlich Dünger und Chemikalien andere Dinge nicht rate, die auch langfristige ins Grund Wasser oder in unsere Seen- und Flüsse kommen können.

00:21:16: Und d.h.

00:21:17: Da muss man immer sehr abwägen wie viel kann man da benutzt In der Landwirtschaft?

00:21:21: das muss man sehr gut kontrollieren und Monitoring betreiben.

00:21:25: Das heißt, man muss Daten erheben wie viel da genutzt wird und welchen Einfluss es hat.

00:21:30: Und wenn das zuviel wird dann muss man halt mehr investieren in die Reinigung des Wassers bevor man's dann an die Haushalte schickt.

00:21:39: Das heisst schon dass unsere Landwirtschaft schon die Wasserfee benötigt aber auch das Wasser trotzdem verunreinigt in gewisser Weise bei manchen Beispielen durch Dünger?

00:21:54: Ja, weil wir halt um viel zu produzieren auch Düngers brauchen und dieser Düngern natürlich irgendwo auch wenn er über die Landschaft ausgebreitet wird in andere Gewässer gelangen kann.

00:22:11: Das ist dann leider die Abwägung, die man betreiben muss.

00:22:16: Da muss man sich dann überlegen, wie problematisch es ist.

00:22:20: Es wird halt sehr stark kontrolliert aber man muss immer aufpassen, dass das nicht mehr wird und dass man keine Probleme bekommt.

00:22:27: Es gibt andere Länder, andere Bereiche wo viel weniger drauf geachtet wird und da ist das ein großes Problem.

00:22:33: Dann ist die Wasserqualität teilweise sehr schlecht.

00:22:37: Wir merken schon, dass Thema Wasser kann sowohl uns persönlich als Haushalt beeinflussen.

00:22:44: Es läuft ganz im Hintergrund, was wir gar nicht mitbekommen und ich hoffe für einige Zuschauer jetzt zu höherer, sagen wir mal eher da draußen haben wir auch schon einiges geklärt, das wir vielleicht nicht sehen, dass wir gar nichts mit bekommen.

00:22:57: Vielleicht drehen wir doch einmal den Hahn für dreißig Sekunden beim Zähneputzen mal mehr zu achten bisschen auf unser Wasser.

00:23:03: Und gibt es irgendein Thema?

00:23:05: Was wir noch nicht angesprochen haben, was hier noch irgendwie wichtig ist mitzuteilen, Gut ist, dass wir das noch mal ansprechen.

00:23:11: Ja was mit dem Thema Wasser auch zusammenhängt, ist es wie praktisch etwas im Einklang mit unserer Umwelt leben.

00:23:20: Dass wir unser Wasserverbrauch anpassen aber dass wir zum Beispiel auch saisonal leben.

00:23:27: Das heißt wenn im Laufe des Jahres bestimmte Früchte, bestimmte landwirtschaftliche Produkte sind da und lokal können mit Niederschlag bewässert werden, werden produziert.

00:23:45: Und dann ist es gut die zu benutzen.

00:23:47: aber wenn wir anfangen zum Beispiel Erdbeeren im Dezember zu essen oder andere Dinge die wir dann von weit her holen müssen, von Bereichen aus Regionen die sehr wasserarm sind, die sehr trocken sind, dann ist das eigentlich nicht sehr nachhaltig.

00:24:02: und das heißt wenn wir etwas bewusster leben uns überlegen Was kann ich denn jetzt zum Beispiel aus Brandenburg, aus der Region in diesem Teil des Jahres essen?

00:24:12: Dann ist das viel besser.

00:24:14: Also Nachhaltigkeit ist auch für uns wichtig, es sind kleine Schritte die aber trotzdem etwas verändern können.

00:24:20: Dankeschön!

00:24:20: Es war wirklich sehr spannend dass auch mal über Wasser etwas zu erfahren.

00:24:24: diese verschiedenen Beispiele auch für Uns und Brandenburger die Veränderungen in anderen Ländern.

00:24:29: Danke dass du die Zeit genommen hast und das war Brandfissen.

00:24:33: Danke

00:24:40: Das war Brandwissen, junge Fragen an kluge Köpfe.

00:24:44: Der Podcast der Eure Neugierentfacht produziert von ProWissenPotsdam in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern den wissenschaftlichen Instituten Universitäten und Hochschulen.

00:24:55: Abonniert uns, empfehlt uns weiter – und bleibt neugierig!

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