#18 Wenn Filme die Welt verändern – Kino als Motor für Social Impact

Shownotes

Filme können mehr als unterhalten

Dokumentarfilme gelten oft als „ernste Dokus“. Doch manche Filme schaffen viel mehr: Sie verändern, wie Menschen denken, handeln - und manchmal sogar ganze gesellschaftliche Debatten.

In Folge 18 von BRANDWISSEN spricht Moderatorin Minel mit der Filmemacherin und Doktorandin Lillian Rosa sowie mit dem Dokumentarfilmer, Journalist, Regisseur und Produzenten Valentin Thurn, einem der bekanntesten Pioniere des sogenannten Social Impact Films.

Valentin Thurn wurde unter anderem mit dem Film „Taste the Waste“ bekannt, der Lebensmittelverschwendung sichtbar machte und mit dazu beitrug, dass Themen wie Foodsharing und nachhaltiger Konsum stärker ins öffentliche Bewusstsein rückten.

Beide sind Teil des Forschungsprojekts „Film als Katalysator sozialer Transformation“, das die gesellschaftliche Kraft aktuellerKinofilme in Deutschland untersucht.

Filmuni-Forschungsteam: Prof. Dr. Jens Eder (Leitung), Lillian Rosa, Michael Sterr, Dr. Manuela Hackel, Paul Hoban

Praxispartner*innen: AG DOK (Valentin Thurn, David Bernet, Erik Meininger, Anke Petersen), JETZT & MORGEN GbRGbR / AG Verleih (Gesine Mannheimer, Saskia Vömel), Planet Narratives (Dr. Nicole Zabel-Wasmuth, Lars Jessen), Mission Wertvoll (Prof. Dr. Maja Göpel).

Förderung: VolkswagenStiftung 2025–2029

Was ihr in dieser Folge erfahrt

• Was ein „Social Impact Film“ eigentlich ist • Warum manche Filme langfristig im Gedächtnis bleiben • Wie Filme gesellschaftliche Diskussionen anstoßen können • Warum emotionale Geschichten oft stärker wirken als reine Fakten • Weshalb Dokumentarfilme mehr sein können als klassische Fernsehdokus • Wie aus einem Film sogar Bewegungen wie Foodsharing entstehen können • Warum Kino Menschen oft stärker berührt als Social Media oder Fernsehen

Das Mitbringsel

Mitgebracht wird ein Symbol aus dem Dokumentarfilm „Holy Shit“ – einem Film über unsere Ausscheidungen, Nährstoffkreisläufe und nachhaltige Landwirtschaft.

Was zunächst lustig klingt, führt direkt zu einer ernsthaften Frage: Warum verschwenden wir wertvolle Ressourcen, statt sie sinnvoll zu nutzen?

Filme als gesellschaftliche Werkzeuge

Im Gespräch geht es auch darum, wie Filme gezielt eingesetzt werden können, um gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen.

In anderen Ländern gibt es dafür bereits eigene Berufe: sogenannte „Impact Producer“. Sie entwickeln Kampagnen rund um Filme, organisieren Workshops, Schulvorführungen oder öffentliche Diskussionen. Genau diese Möglichkeiten erforscht Lillian Rosa in ihrer wissenschaftlich-künstlerischen Doktorarbeit.

Warum das Thema wichtig ist

Filme prägen Erinnerungen oft über Jahre hinweg. Manche Bilder oder Geschichten begleiten Menschen ein Leben lang – und beeinflussen, wie sie handeln.

Die Folge zeigt: Ein Film kann nicht nur informieren. Er kann Menschen emotional erreichen, Diskussionen auslösen und manchmal sogar gesellschaftliche Veränderungen anstoßen.

Transkript anzeigen

00:00:07: Brandwissen – junge Fragen an kluge Köpfe.

00:00:10: Der Podcast, der die Neugier entfacht!

00:00:12: Von ProWissen-Potsdam mit Forschenden aus Brandenburg.

00:00:16: Neugiere ich direkt und mittendrin.

00:00:22: Hallo und herzlich willkommen bei Brandwissens.

00:00:25: Heute haben wir ein Thema wie Filme eine andere Botschaft vermitteln können, wie wir es vielleicht kennen.

00:00:30: Heute zu Gast ist Valentinen Thurn und Lilian Rosa.

00:00:34: Sie beide werden uns heute etwas überzählen, wie sie mit Film erst geschafft haben eine wunderbare Botschaft an uns alle zu überbringen und wie sie das geschafft haben.

00:00:42: Ihr beiden habt jetzt zusammen quasi ein Projekt geschaffen und ihr kommt aus ganz Beiden aus den gleichen Welten und habt ein eigenes Projektklasse noch in die Welt gerufen.

00:00:51: Wie habt ihr euch kennengelernt?

00:00:52: So als Duo

00:00:54: Weißt du es noch nicht.

00:00:55: Ich hab gerade überlegt ich glaube... ein Seminar der Filmuni noch bevor es das Forschungsprojekt gab.

00:01:04: Da ging's aber auch schon um Impact-Producing, ne?

00:01:07: Das war ein Symposium genau zu Filmpublikum und Impact.

00:01:11: also da ging's um die Wirkung von Film Und ich...das ist mein Thema für das Ich mich interessiere wozu ich eine Doktorarbeit schreibe und Projektleiter Jens Eder von der Filmuniversität hatte das Symposium organisiert mit dem ich dieses Forschungs-Projekt Film als Katalysator sozialer Transformation entwickelt habe.

00:01:31: Und er hatte damals schon Valentin dazugeholt, weil Valentin ist so ein wichtiger Pionier aus der Praxis, aus der Branche das klar war.

00:01:42: früher oder später müssen wir uns kennenlernen, denn es gibt nicht so viele davon und da haben wir uns kennengelernt schon einige Jahre her.

00:01:47: Wir müssen

00:01:47: hier wertschätzen wenn wir hier so einen wichtigen Pioniere ich finde das Wort total toll hier vor uns sitzen haben.

00:01:53: euch beide so können wir gut wertschätzen

00:01:56: Danke.

00:02:03: Ihr

00:02:05: habt uns was mitgebracht, was vielleicht uns heute auch einleiten soll, was zu dem Thema passt.

00:02:12: Warum?

00:02:13: Was hast du uns mitgebrannt oder ihr?

00:02:15: Ich hab was mit gebraucht von unseren letzten Dreharbeiten zu einem Film der Holy Shit heißt.

00:02:22: Und wenn du dann jetzt gleich das siehst, dann wirst du wissen warum?

00:02:26: Ja ein perfekter Kackhaufen.

00:02:29: Wobei der ist das nur eine Miniaturausgabe.

00:02:32: Der war also unser Regisseur ist mit so einem Riesenteil aus Papmaché durch die Welt gereist.

00:02:38: Das konnte ich jetzt im Zug nicht mitbringen aus Köln aber... Das

00:02:41: wäre auch sehr interessant, wenn wir hier mitten einen riesen Kackhafen hatten.

00:02:46: Aber dieser Kackkaufend ... Holy Shit euer Projekt.

00:02:51: Was hat das denn vermittelt, dass dieser Kackhaufen damit zu tun hat?

00:02:55: Es ging letztendlich darum.

00:02:57: Natürlich ist es schon ein wissenschaftliches Thema.

00:02:59: Da ist zu viel Nährstoffe, die wir einfach die Toilette runterspülen.

00:03:04: Die war aber eigentlich auf den Feldern bräuchten.

00:03:07: Aber gleichzeitig war's natürlich auch ein Hinweis darauf, dass wir das Thema nicht so Bier ernst nehmen sondern mit ein bisschen Augenzwinkern betrachten.

00:03:15: Bisschen Humor auch mitnehmen quasi.

00:03:17: Holy shit!

00:03:18: Genau.

00:03:20: Krass

00:03:21: Also diese Idee quasi aufzugreifen in einem Dokumentarfilm ist auch mal was kennt man vielleicht nicht so ganz.

00:03:28: Vielleicht jetzt noch einmal zu dir, wie.

00:03:30: du hast ganz viele Sachen mit reingebracht die uns gesellschaftlich dazu ermutigen sollen?

00:03:35: Genau wie du gerade gesagt hast, vielleicht mal drüber nachzudenken, das ist eine andere Möglichkeit umzusetzen.

00:03:41: Was hast du genau warum?

00:03:43: Wie hast du das angestellt?

00:03:44: Wie bist du auf die Idee gekommen Menschen mit solchen Themen konfrontieren?

00:03:48: Ich selber hab zwanzig Jahre Dokumentarfilme gemacht, aber gar nicht so sehr ... Nicht solche Impact-Filme.

00:03:55: Also Impact heißt Wirkung und ich habe bisher gar nicht Filme gemacht die ganz bewusst eine Wirkung erzielen wollten.

00:04:03: Ich hab das tatsächlich versucht teilweise.

00:04:07: Aber es hat nicht geklappt.

00:04:09: Unter anderem wollten mir Stiftung Geld geben dafür was eigentlich total toll ist, weil ich mich mit einem Thema beschäftigt habe, was die auch unterstützen wollten.

00:04:19: Aber in Deutschland ist das noch so unüblich gewesen, dass auch Stiftungen Geld geben dürfen für Filme, weil die Fernsehsender wollten das nicht und das hat mich total gewundert.

00:04:32: Und ich dachte warum geht es in Deutschland nicht?

00:04:35: Während ich gesehen hab, dass in ganz vielen anderen Ländern auf der Welt Dokumentarfilme anders gemacht werden und auch gesellschaftlich etwas bewirken, also ganz anders genutzt werden.

00:04:45: Und ich musste zum Beispiel immer daran denken... Es ist heute noch so, wenn ich durch den Wald gehe und Müll auf dem Bodensee.

00:04:52: Dann denke ich daran, dass ich in der Grundschule ein Naturfilm gesehen habe, der gezeigt hat wie Tiere an dem Plastik im Müll sterben also wie Vögel das essen

00:05:01: etc.,

00:05:02: die Mägen verstopften Und ich denk da heute noch dran und es führt dazu, dass Ich mich Böcke und das aufhebe Ein Beispiel

00:05:10: dafür.

00:05:11: Also diese Wirkung quasi durch vielleicht Sachen, die man vielleicht mal in der Kita oder Grundschule etc.

00:05:17: gelernt hat, die einem immer noch wo man dann so denkt und auf einmal so Flashback... Da war was!

00:05:24: Und ihr wollt eine Wirkung mit euren Dokumentationen aussprechen?

00:05:30: Welche Sachen wollt ihr denn damit bewirken?

00:05:32: Was ist denn euer Ziel quasi?

00:05:35: Die Filme haben natürlich Jeder hat sein eigenes Thema und ein anderes Ziel.

00:05:40: Also mein erster Film, wo ich das zuerst mal entdeckt hab was wie was film wirklich bewirken kann der hieß taste the waste.

00:05:48: also wenn man es direkt übersetzen würde auf deutsch schmecke die verschwendung ist waste oder schmecke den abfall je nachdem weil das heißt ja beides im englischen aber es geht um lebensmittelverschwendungen.

00:06:07: Der Film muss natürlich gut sein, muss funktionieren aber wir haben noch ein bisschen mehr gemacht und das ist das was jetzt so ein bisschen erforscht werden soll.

00:06:15: Also was film auch über das Kino hinaus... Wir haben in jeder Fußgängerzone den Bauern aus der Umgebung gesagt bringt uns doch bitte mal das Gemüse aussortieren müssen.

00:06:27: Weil es zu groß, zu klein und unförmig ist für die Supermärkte.

00:06:31: Die haben Standards und da müssen sie ganz viel aussortiert werden.

00:06:33: Das bringt uns mal das.

00:06:34: Es ist ja eigentlich gut.

00:06:36: Wir kochen dann etwas daraus.

00:06:39: Und wir hatten einen Koch der erst mit uns bundesweit herum gereist.

00:06:42: Wir haben auch überall Partner natürlich gehabt.

00:06:44: Das hätten wir sonst als Filmfirma nie geschafft, die das mitorganisiert haben.

00:06:48: Dann haben wir Leute erreicht, die haben Essen gekriegt wo sie gesagt haben, ja Wahnsinn!

00:06:53: Das wäre sonst weggeschmissen worden.

00:06:54: Ist ja verrückt.

00:06:56: Und die sind vielleicht noch nicht mal im Kino gewesen und haben trotzdem das Thema sofort kapiert.

00:07:00: Wer ins Kino gegangen ist, da blieb es noch sehr viel mehr hängen.

00:07:07: Es ist auch quasi bis in die Schulbücher gekommen inzwischen.

00:07:10: Es hat wirklich einen Effekt gehabt ... Wir haben eine kurze halbe Stunde Version für die Schulen gemacht zum Beispiel.

00:07:19: Klar wir wollten was verändern mit diesem Film aber wie uns das genau gelungen ist.

00:07:24: Das hat halt keinen Wissenschaftler verfolgt und da freuen wir uns natürlich, dass die Film-Uni das jetzt versucht zu messen.

00:07:32: Wie hat das geklappt?

00:07:33: Ja diese verschiedenen Art und Weisen quasi vielleicht auch Sachen zu übermitteln für verschiedene Leute dieses mal einen anderen Weg finden als nur durch Sachbücher reinzuschreiben was man hier vielleicht können wir noch machen.

00:07:49: ein film den merkt man sich Man erinnert sich nicht an jede Folge.

00:07:54: Ein Film, den guckt man einmal und bleibt auch längere Zeit im Gedächtnis.

00:07:58: Sehr schön!

00:08:00: Bei eurer Filmerfahrung, die ihr jetzt gemacht habt ... Was war denn vielleicht auch Rückschläge, die euch gesagt haben?

00:08:06: Habt ihr vielleicht schon mal darüber nachgedacht dass diese Filme gar nichts bewirken können?

00:08:10: Hab't ihr vielleicht auch damit Erfahrung gemacht das ihr kurz Angst hattet?

00:08:13: Boah... Das wäre dann eigentlich wenn das gar nix bringt.

00:08:16: Habt Ihr daran schon mal überhaupt meinen Gedanken

00:08:18: verschwindet?!

00:08:19: Also für mich ist Tatsächlich sind diese Probleme oder Hindernisse eine ganz große Motivation gewesen, dass ich mich beruflich etwas verändert habe.

00:08:31: Während ich früher nämlich Dokumentarfilme selber gemacht hab – also ich hab mir die ausgedacht und finanziert, also Geldgeberinnen dafür gesucht und Regie geführt weil ich aber gesehen habe, dass Filme ganz oft entstehen in Deutschland tolle Filme.

00:08:46: Die theoretisch was bewirken könnten, aber es passiert ganz oft nicht.

00:08:53: und nicht nur, dass sie teilweise nicht gemacht werden können sondern auch, dass die ihre Wirkung gar nicht so den Wirkungsweg verfolgen.

00:09:01: Und das ist eine Motivation für mich herauszufinden.

00:09:04: jetzt also ich bin in die Forschung gegangen um heraus zu finden warum denn nicht?

00:09:09: Was könnte man dann machen?

00:09:11: Sehr gut.

00:09:11: Weil in Deutschland ist das halt noch unüblich und da können zum Beispiel die Filmemacherinnen gar nichts dafür, dass aus dem Film vielleicht nicht so viel geworden ist gesellschaftlich von der Wirkkraft wie er eigentlich könnte sondern das System weil es nicht üblich ist einfach in Deutschland.

00:09:30: Der wird kurz ... Die meisten Kinofilme laufen kurz im Kino und dann werden die irgendwann nochmal im Fernsehen gezeigt und verschwinden in der Mediathek.

00:09:39: Aber in anderen Ländern wird zum Beispiel ein Film über Mobbing.

00:09:45: Der wird danach noch mit Partnern und Partnerorganisationen ... Über Jahre wird der Millionen SchülerInnen gezeigt, die gucken nicht nur den Film sondern auch mit ihren Eltern und den Lehrerinnen.

00:09:58: Die machen Workshops dazu und lernen wie geht man um mit Mobbing?

00:10:01: Wie erkennt man das?

00:10:02: Was macht man da?

00:10:04: Und so ist es natürlich irre was man dadurch erreichen kann Genau.

00:10:08: Das ist halt wirklich total schade, dass diese Superkraft von Film noch nicht ausgenutzt wird in Deutschland und das wollen wir verändern mit unserem Forschungsprojekt herausfinden wie es geht und dann möglichst auch direkt auf den Weg bringen.

00:10:25: Ich finde es auch mal schön, dass quasi gezeigt wird, wie ein Film quasi auch an anderen Schulen immer im Gedächtnis bleiben kann.

00:10:32: dieses Oh!

00:10:33: die Erfahrung habe ich auch schon mal gemacht.

00:10:34: oder, oh!

00:10:35: Ich hab mein Müll auf den Boden geworfen.

00:10:37: Oder vielleicht hätte ich die Karotte doch noch essen können, hätte sie doch nicht wegschmeißen müssen.

00:10:42: diesen Aha-Moment zu finden und mit Filmen zu zeigen finde ich

00:10:46: beeindruckend.".

00:10:48: Und bei den ganzen Filmen, die über ... gedreht hat gab es dann dort ein herausstechen film der euch quasi das war der film der für mich irgendwie das beste beispiel war.

00:10:59: so sollte ein dokumentarfilm sein so soll dir eine information überbringen ein konzept.

00:11:04: vielleicht habt ihr da irgendein lieblingsfilm.

00:11:07: also ich glaube da hat jeder so seine seien sein erwachen.

00:11:12: also ich meine ich glaube wirklich ganz viele generationen von schülern die in der zehnten klasse oder in der neunten irgendwelche Filme über Massentierhaltung gesehen haben.

00:11:24: Die haben das auch noch im Gedächtnis, weil da werden die Kinder dann reinweise zu Vegetariern oder Veganern ... Okay nach einem halben Jahr gehen einige wieder zurück aber es bleiben eigentlich auch viele.

00:11:37: Das ist glaube ich das Einschneidendste.

00:11:39: Ich glaub aber diese Schocktherapie ist zum Beispiel nicht mein Ding als Filmacher.

00:11:44: Ich würde immer eher mit Lösungen operieren.

00:11:50: Gefühle, wenn du da rausgehst.

00:11:52: Das aktiviert dich sehr viel nachhaltiger also irgendwas zu tun als wenn du einfach nur denkst Boah ist das eine Scheiße!

00:11:58: Also dieser Schock der wirkt schon auch aber ich glaube er ist nur kurzfristig.

00:12:05: Also dieser kurze Moment der einem quasi manche Filme haben eine kleine Wirkung und eine große Wirkung irgendwie gleichzeitig Aber der geht auch manchmal auch mit der Zeit quasi verloren oder auch nicht?

00:12:19: Definiert ihr denn den perfekten Film, der uns was übermitteln kann?

00:12:23: Wie finde ich heraus welcher Film ist vielleicht wirklich

00:12:27: gut

00:12:27: und welcher film befriedigt mich?

00:12:29: vielleicht nur für den Moment?

00:12:31: Weil ich sage Boah.

00:12:33: Der ist gut gemacht aber wie finde ich ihn heraus dass er Film vielleicht wirklich mir eine wichtige Botschaft übermittelt.

00:12:39: also was mir immer wichtig ist oder was ich auch denke was wichtig ist, damit so etwas funktioniert.

00:12:44: Dass es nicht ein Film ist der einfach nur irgendwie belehren will oder sowas sondern ich finde das ist super wichtig dass film auch unterhält, dass er gut gemacht ist, dass der emotional ist und dass man sich auf irgendeine Art und Weise damit identifiziert.

00:13:02: also viele Leute denken daran wenn man sagt einen Film ja eine gesellschaftliche Wirkung hat Denken die, das ist so ein Film der will uns irgendwas erzählen oder der will mir jetzt sagen dass ich das und das machen soll.

00:13:16: Genau also das finde ich selber sogar auch furchtbar und es funktioniert eigentlich nur wenn das eine wirklich tolle emotionale Geschichte ist

00:13:28: Also ...

00:13:29: Die den Kopf berührt, die die Herzen berührt.

00:13:32: Die einem wirklich eine fremde Lebensrealität und irgendwelche komplizierten Zusammenhänge auf einmal irgendwie verstehen und fühlen lässt?

00:13:41: Ja!

00:13:41: Und du drehst ja auch eine Social Impact-Dokumentation wo du auch genau diese Team.

00:13:47: könntest du vielleicht kurz mal erläutern was du da nochmal übermittelt quasi?

00:13:53: Ja, du hast ganz schön gut recherchiert.

00:13:58: Ich mache eine wissenschaftlich-künstlerische Doktorarbeit an der Filmuniversität.

00:14:03: Es ist sehr fachspezifisch zu dem Thema, was sind die Chancen und was sind Hindernisse?

00:14:10: Und was sind Entwicklungsmöglichkeiten für Social Impact-Dokumentarfilme im deutschen Filmsystem?

00:14:18: Da geht es mir gar nicht um ein Thema wie zum Beispiel Menschenrechte oder ... um Weltverschmutzung oder so etwas, sondern wirklich um das System.

00:14:27: Um das Filmsystem.

00:14:28: also da sind ja in Deutschland gibt es ja von Produktionsfirmen und Filmförderanstalten und Kulturpolitik.

00:14:35: Da gibt es ganz viele unterschiedliche Elemente an diesem System Institutionen Personen etc.

00:14:42: Und mir geht es darum was für eine Rolle spielen die?

00:14:45: Wo begünstigen die die Entstehung von solchen Filmen und wo verhindern sie die?

00:14:51: Und ich gucke mir andere Länder an, nicht um zu sagen wir machen das genauso sondern wie können wir was können wir lernen.

00:14:57: Was funktioniert bei anderen schon gut und wie könnte man das auf unser System anpassen?

00:15:01: Hatte denn gemerkt dass das System sich verändert hat seitdem ihr eure Filme macht oder hattet ja auch Startschwierigkeiten.

00:15:07: aber nachdem eure Filmer quasi eine Zeit lang gekommen waren haben Leute das quasi auch akzeptiert und vielleicht auch gesagt Wow, der Film hat mich jetzt belehrt.

00:15:18: Also ich glaube nicht unbedingt so ... Bei mir ging es nicht um einen einzelnen Film oder so, aber seit ich mich mit dem Thema beschäftige und ich hab vor fünf Jahren ungefähr angefangen, vermehrte drüber zu sprechen, hat sich auf jeden Fall was getan.

00:15:33: Und das finde ich auch total positiv.

00:15:35: Vor fünf Jahren bin ich viel mehr auf Ablehnung gestoßen.

00:15:40: Und manche Leute dachten vielleicht so oh ja ... Schön, die will was Gutes tun oder so und haben das eventuell ein bisschen belächelt.

00:15:47: Aber inzwischen verstehen die Leute viel besser, was für eine Wirkung man mit Medien erzielen kann.

00:15:54: Und es wissen auch immer mehr Leute – das lernt ihr hoffentlich auch in der Schule -, dass Medien ja auch benutzt werden.

00:16:00: Also, dass es ja auch einen Informationskrieg gibt und dass Leute das manipulieren.

00:16:06: Wie bewusst?

00:16:08: Medien gezielt eingesetzt werden für bestimmte Zwecke, dadurch dass das so inzwischen im Allgemeinen bewusst sein ist.

00:16:15: Denken die, kapieren die Leute auch immer mehr.

00:16:19: Wir können jetzt gute Filme, die etwas wie Die UN-Nachhaltigkeitsziele ich weiß nicht ob ihr die kennt.

00:16:27: also das sind Werte auf die man sich mit einer großen Gemeinschaft einigen kann.

00:16:33: eigentlich.

00:16:33: Also Filme die so etwas unterstützen Die können wir nicht einfach dem Zufall überlassen Und einfach nur im Kino zeigen und dann passiert nichts damit, sondern wir könnten mal bewusster uns überlegen wie man auch damit umgehen kann.

00:16:46: Du schreibst ja auch eine Doktorarbeit genau über das Thema wie Filme in dem Sinne ihre Wirkkraft mit sich bringen in die Gesellschaft?

00:16:54: Also wie groß ist diese Wirkung von Filmen?

00:16:57: Wie sehr können Sie unsere Gesellschaft beeinflussen, diese Umwelt vielleicht ein kleines Stück besser zu machen?

00:17:03: Das ist natürlich total schwierig.

00:17:04: auch zum Messen!

00:17:08: wissenschaftlich untersuchen, dass ich mich jetzt noch bücke im Wald um den Müll aufzuheben.

00:17:13: Weil in meiner Grundschule diese Doku gesehen hab darüber was der Müll ausrichtet in der Natur das ist natürlich total schwierig zu messen und Das wird auch immer noch zu wenig getan.

00:17:26: und das gehört auch zu den Aufgaben bei uns In unserem Forschungsprojekt.

00:17:30: also wir haben verschiedene teil Projekte.

00:17:32: Ich habe das Teil mit dem Teil Projekt mit dem film system.

00:17:36: Dann gibt es noch einen Co-Doktoranden, der untersucht, was für Filme überhaupt gemacht worden sind in Deutschland.

00:17:44: Die engagiert sind, sozial engagiert und welche Themen die behandelt haben von wem die gemacht wurden?

00:17:50: Und wie die Kommunikation dazu auch war?

00:17:54: Haben die erreicht, was sie wollten oder haben die etwas anderes bewirkt?

00:17:57: Ja!

00:17:58: Und dann gibt es auch ein drittes Teilprojekt.

00:18:01: das macht unser Projektleiter Jens Eder von der Filmuniversität und der untersucht die Wirkungswege von Filmen.

00:18:08: Habt ihr schon mal probiert, auf anderem Wege vielleicht die Wirkung von diesem Drüber nachdenken über diese Gesellschaft umzupolen mit wichtigen Dingen quasi auch mal nicht über Filme nachgedacht sondern vielleicht andere Anhaltspunkte, um das zu bewirken?

00:18:24: Ihr vielleicht an euch beide sogar eine Frage habt ihr da eigene Gedanken zu gehabt?

00:18:29: Man macht sich das immer.

00:18:31: Wenn man ein Film startet, dann will es ja irgendwie was adressieren und einen Missstand ansprechen dann zu messen, was jetzt funktioniert hat.

00:18:41: Da müsste es eigentlich die Zuschauer, die aus dem Kino rauskommen befragen und dann vielleicht zehn Jahre später noch mal aufs Hängen geblieben ist.

00:18:48: Also praktisch unmöglich aber ich weiß nicht genau... Es gibt so ein paar Sachen, die kann man eben schon herausfinden.

00:18:55: also wir sind zum Beispiel mit unserem Film über Lebensmittelverschwendung sind wir ein Jahr später ins Parlament eingeladen worden In dem Bundestag, die haben uns als Experten behandelt.

00:19:09: Ich bin ja nur Filmemacher, aber wir waren die Ersten, die das Thema aufgebracht haben, wussten tatsächlich mehr als die anderen Universitätsprofessoren und dann ging es halt weiter.

00:19:21: Die haben bis heute den Preis ausgelobt.

00:19:23: Sie haben bis jetzt so eine Kampagne ... Das kann man natürlich als Forscher dann messen und sagen, okay was hat dieser Film ausgelöst?

00:19:31: Da gibt es so und so Studienaktivitäten.

00:19:35: Und Zeitungsartikel andere Filme die das Thema aufgenommen haben.

00:19:39: also das könnte man natürlich dann zum Beispiel zu Maßstab machen.

00:19:44: aber so dieses persönlich.

00:19:46: also was ich persönlich als größtes Lob sind für mich nicht die Zuschauerzahlen.

00:19:50: wenn die Risiken freue ich mich natürlich.

00:19:52: aber noch größer ist es wenn ich habe zum Beispiel einen Brief bekommen von Leuten, die haben eine so eine solidarische Landwirtschaft.

00:20:02: Das ist so ne Gruppe von Leuten direkt die Beschäftigten selber und Gärtnern beziehen Gemüse von dieser eigenen Landwirtschaft größere Nummer in ... Und die haben in ihrem ersten Newsletter geschrieben Wir haben Taste the Ways gesehen und beschlossen wir müssen was ändern!

00:20:21: Es fand ich super großzulob für mich

00:20:24: Diese Eigen, diese Integration quasi auch in das Thema direkt sozusagen.

00:20:29: So, das war nicht toll!

00:20:31: Das hat mich angesprochen.

00:20:32: Wow ich werde es jetzt umsetzen dieses Vorantreten direkt.

00:20:37: Habt ihr's irgendwie auch geschafft?

00:20:38: Dieses Taste the Waste, diese Idee vielleicht auch Lebensmittelverschwendung dass ihr angesprochen habt irgendwie anders auch ins Tagesgespräch überlaufen zu lassen

00:20:48: Das war tatsächlich noch viel verrückter, weil das haben wir tatsächlich lieber ein Vieles geplant.

00:20:52: Aber was wir nicht geplant haben ist, dass sich daraus dann eine Riesengraswurzelbewegung würde ich es nennen also einen riesen Food-Sharing.

00:21:00: Ich weiß nicht, kennst du Food-Sharings?

00:21:02: Ja!

00:21:02: Wir haben auch Fairtrade dieses... Train untereinander.

00:21:07: Ja, ja

00:21:08: und also food sharing ist ja quasi in jeder Stadt inzwischen in Deutschland.

00:21:11: Leute holen die Reste von den Supermärkten ab und verteilen das weiter im Studentenheim anbedürftige was auch immer.

00:21:18: Und das sind hunderttausende.

00:21:20: und sich hätte mir nie ausgemalt dass ich mit einem film sowas auslösen kann.

00:21:25: natürlich waren Das viele andere die da mitgewirkt haben als das damals.

00:21:28: ein jahr nach dem nach dem kinostart wurde food sharing gegründet aber war mit dabei und hab mich sehr gefreut, hab auch viel Zeit draufverwendet bis es jetzt irgendwann in anderen Händen ist.

00:21:40: Aber so was kann muss ... Ich weiß gar nicht, hätte der Film ... Das ist für mich die interessante Frage gewesen.

00:21:49: Hätte der Film so viele Zuschauer im Kino gehabt ohne dass wir diese Kochaktionen gemacht hätten?

00:21:54: Wahrscheinlich nicht!

00:21:56: Aber ich weiß das nicht.

00:21:57: Euer Film hat viele Menschen, um genau zu sein.

00:21:59: Ich hab mir das sogar hier notiert.

00:22:01: Hundert-achtzigtausend mindestens ... Leute die da jetzt auch mitgewirkt haben wie Foodsharing alles, hat ja was bewirkt.

00:22:09: Wie schafft man das?

00:22:11: Das ist vielleicht auch für andere Leute, dass so ein Film eine große Reichweite erreichen kann.

00:22:16: Dass genau das passiert.

00:22:17: Also als Filmemacher sag ich immer natürlich, dass ein gutes ... vor ein gutes Drehbuch entwickelt und schreibst, also das sind alles diese kreativen Sachen.

00:22:32: Aber es ist am Ende schon auch ein bisschen die Frage kriege ich das Geld dafür?

00:22:37: Weil um die Kochaktion zu organisieren haben wir den Kinoverleih gebraucht und der wiederum brauchte ja die ganzen Partnerorganisationen Brot für die Welt Slow Food &

00:22:50: Co.,

00:22:51: die mit uns zusammen an dieser Riesenkampagne gestrickt haben.

00:22:56: Das hat schon ein bisschen geltend Zeit gekostet, also Leute die da monatelang gearbeitet haben.

00:23:02: und jetzt Foodsharing ist natürlich komplett ehrenamtlich.

00:23:05: Also was da jetzt läuft?

00:23:05: Die werden quasi in Naturalien bezahlt.

00:23:09: Wenn die Lebensmittel beim Supermarkt abholen können sie dir ja auch für sich verwenden.

00:23:14: Von daher ist das ganz ohne Geld.

00:23:17: aber ... So's Filmgeschäft geht halt nicht ohne Geld.

00:23:20: Ich muss Leute auch anstellen und die organisieren dann so'n Event, da sind sie ein paar Monate, müssen sie bezahlt werden.

00:23:29: Und das dafür ... Das ist, glaub ich, was Lilian grade ansprach.

00:23:34: Wenn du deine Stiftung hast, die sagt super, finden wir gut!

00:23:38: Da geben wir Geld?

00:23:39: Das war in Deutschland nicht so üblich.

00:23:41: Als ich damals anfing, wir haben uns echt... sehr viel Engagement und auch Selbstausbeutung, kann man nicht anders sagen.

00:23:50: Aber eigentlich kannst du das nur ein Film machen und im zweiten schaffst du das schon nicht mehr?

00:23:55: Da muss ja irgendwie auch ... Ich hab drei Kinder die müssen ja irgendwie bezahlt und ernährt werden.

00:24:01: Ja es klingt noch sehr viel Arbeit dieses ganze Projekt quasi finanzielle Arbeit aber auch natürlich vielleicht mental gab's vielleicht auch was ist denn eure Motivation da immer weiter zu machen also immer dieses Boah Ich bin anstrengend, dass es neue Konzepte entwickeln.

00:24:17: Wie gesagt, Angestellten alles... Was ist eure Motivation immer weiter zu machen?

00:24:24: Euer Geheimnis!

00:24:27: Bei mir muss das für dich sagen Liliana, bei mir ist es ich sehe andere jüngere Filmemacher die kommen jetzt mit eigenen Themen an und wollen was bewegen.

00:24:42: Das ist irgendwie das Gefühl, es gibt doch in der Menschheit genügend Leute, die wollen was zum Guten wenden.

00:24:50: Und das freut mich einfach sehr und ich glaube wir sind halt alles visuelle Menschen.

00:24:54: also das Sehen prägt uns schon sehr stark.

00:24:56: Also ich glaub im Kino und es ist tatsächlich das Kinoerlebnis ein Film ist wirklich zehnmal mehr im Kinos als im Fernsehen.

00:25:05: Es ist einfach so.

00:25:07: Das große Bild, das ist toll.

00:25:09: Aber der Sound darf man nicht unterschätzen!

00:25:11: Du hast da sechzehn Lautsprecher rund um dich herum.

00:25:14: Also du tauchst ja quasi in die Welt ein und das nimmt die Menschen emotional auch noch sehr stark mit.

00:25:19: Ich finde, das passt total dem Sprichwort einem Bild sagt mehr als Tausend Worte.

00:25:23: Vielleicht kann man ja einen ähnlichen Gespräch Wort vielleicht sogar fünf Filme erzählen?

00:25:27: Und für Dich was ist Deine Motivation weiter zu machen?

00:25:30: Ähm... ich bin mir bewusst dass es lebenssehr wertvoll ist und sehr toll.

00:25:38: Und ich möchte mein Leben unbedingt sinnvoll verbringen, das ist glaube ich meine Motivation.

00:25:45: Ich nehme es nicht für selbstverständlich und ich möchte meine Zeit auch nicht vergeuden mit sinnlosen Dingen auf diesem Planeten deswegen.

00:25:52: Ich möchte das bewusst gestalten.

00:25:56: Ja, dass ist eine Motivition!

00:25:58: Was Valentin beschrieben hat was er gemacht hat ohne dass er das Wort damals selber schon kannte eigentlich eine Impact-Kampagne.

00:26:08: In anderen Ländern ist das viel professionalisierter als bei uns, also da gibt es Berufe die man lernen kann, das sind sogenannte Impact ProducerInnen und die kümmern sich dann um genau so ne Kampagne, die machen sich Gedanken darüber was ein Film bewirken kann, was könnten die Ziele sein auch ganz konkrete Ziele?

00:26:31: zum Beispiel so eine Plattform, Food Sharing-Plattform.

00:26:34: Was für Formate kann man damit noch machen?

00:26:36: Wer könnten PartnerInnen sein

00:26:38: etc.?

00:26:38: Und da sind wirklich Profis.

00:26:40: das müssen gar nicht zwingend auch die Filmemacherinnen selber sein.

00:26:43: also ist natürlich toll wenn sie mitwirken.

00:26:44: aber so ein Film kann wirklich benutzt werden noch zusätzlich einfach als Kommunikationswerkzeug.

00:26:51: und diese Professionalisierung inklusive natürlich auch finanzielle Ausstattung von Leuten, die auch ein Interesse daran haben an den Zielen.

00:27:01: Das ist auf jeden Fall eine Weiterentwicklung oder eine Ergänzung zum bestehenden Filmsystem, die wir uns wünschen.

00:27:07: Ich finde den Aspekt sehr gut dass es quasi wichtig ist sinnvoll zu nutzen das Leben und auch dieses weitergeben für andere Leute das Leben quasi zeigen wie wichtig es ist, dieses Leben so qualitativ zu nutzen wie's nur geht, auch für unsere Wälder nachher selber die Idee diesen Film quasi zu nutzen.

00:27:28: Wie seid ihr denn überhaupt auf diese Idee gekommen, diesen Aspekt aufzugreifen, Filme als die Überbringung dieser Botschaft zu nutzen?

00:27:37: Das war ja quasi die Möglichkeit den Film zu benutzen als Überbrängung von wichtigen Sachen, die wir im Alltag vielleicht gar nicht mitbekommen, weil wir das auch schalten.

00:27:50: Also bei mir war es tatsächlich ungefähr zwanzig Jahre so dass ich auf der einen Seite Filme gemacht habe Zum Beispiel über Musik, über Poetry, Slam.

00:28:00: Über alles Mögliche und auf der anderen Seite habe ich mich aber immer eigentlich gesellschaftlich engagiert.

00:28:06: also Ich hab einen gemeinnützigen Kulturverein gegründet.

00:28:08: Ich hab bei den Frau-Lebenfreiheit-Protesten mit Aktionen gemacht.

00:28:13: Also kleine Aber was man halt so kann und macht parallel.

00:28:17: Und so hab ich unterschiedliche Sachen gemacht.

00:28:19: Ich habe auch mal früher mit, wenn nicht anderen Filmemacherin an Schulen gegangen und hab mit Jugendlichen gearbeitet.

00:28:25: Hab dem beigebracht wie es geht einen Film zu machen über ein Thema das sie bewegt.

00:28:29: Das war zum Beispiel auch Arbeit die mich total befriedigt hatten, die total treu war.

00:28:34: Aber dieses Filmemachen auf der einen Seite, Dokumentarfilme machen überwiegend und auf der anderen Seite, mich gesellschaftlich zu engagieren, war immer so ein bisschen nebeneinander, das war einmal ehrenamtlich Ja, irgendwie bin ich dann dazugekommen.

00:28:48: Besonders dadurch, dass ich beobachtet habe wie läuft das in anderen Ländern.

00:28:52: und die Frage warum läuft es bei uns noch nicht so?

00:28:56: Warum ist Impact noch nicht ein Thema bei uns?

00:28:59: Warum sind das nicht professionalisiert?

00:29:01: Es gibt viele tolle Vorbilder.

00:29:03: Woran liegt das?

00:29:04: Soll ich eine Institution gründen in Deutschland, die eine bestimmte Funktion erfüllt?

00:29:09: Macht das Sinn?

00:29:10: Wie müsste die genau aussehen?

00:29:11: Das waren Fragen, die mir gestellt haben ... Und weil ich weiß, wie viel Arbeit das ist etwas zu gründen.

00:29:16: Weil ich das schon mit anderen Sachen gemacht habe.

00:29:18: Mit anderen Aktionen dachte ich okay wenn will ich es ganz genau wissen und ich mache jetzt eine Doktorarbeit ums wirklich komplett zu verstehen und fundiert zu durchdringen.

00:29:27: Wir

00:29:27: merken schon einen warum kann quasi so ne riesige Idee auslösen dieses eine Grundfrage so und auf einmal so Warum?

00:29:36: Und später steht da ein ganzes Projekt mit Filmen die uns erreichen die anfangen, neue Sachen zu gründen aus sich aus.

00:29:46: Aus eigener Idee, denen das der absolute Beweis ist Filme solche Sachen überbringen können.

00:29:52: Ganz klar Kinder gucken sich Filme an, merken haben Lust etwas zu tun kriegen Energie und Studenten oder eine Doktorarbeit darüber zu schreiben.

00:30:03: darauf muss man erst mal kommen dieses Thema so zu entdecken.

00:30:07: für sich.

00:30:08: es ist eine schöne Sache.

00:30:10: Da merken wir schon, dass Filme ein toller Überbringer sind.

00:30:13: Und Dankeschön, dass ihr eure Informationen zu dem Thema mit uns geteilt habt!

00:30:17: Was war Brandwissen?

00:30:19: Ja danke auch für den schönen Podcast.

00:30:21: also ich weiß wie das ist mit dem Podcast.

00:30:24: Ich betreibe ja selber einen Plan C weil Plan B sowieso nicht funktioniert hat Aber es geht um Lösungen und das ist was mich antreibt.

00:30:39: Das war Brand Wissen junge Fragen an kluge Köpfe Der Podcast der Eure Neugier entfacht produziert von ProWissenPotsdam in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern, den wissenschaftlichen Instituten, Universitäten und Hochschulen.

00:30:53: Abonniert uns, empfehlt uns weiter – und bleibt

00:30:57: neugierig!

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