#23 Baum-Check aus der Luft – Wie Drohnen Potsdams Parks schützen

Shownotes

Wenn Bäume um Hilfe rufen – Klimawandel in den Potsdamer Gärten

Alte Bäume prägen die historischen Parkanlagen in Potsdam. Doch Hitze, Trockenheit und Schädlinge setzen ihnen immer stärker zu. Manche Schäden erkennen wir erst, wenn es zu spät ist – andere werden heute mit modernster Drohnentechnik sichtbar. Dieses Projekt mit Drohnentechnik wird als EFRE-Projekt von der EU gefördert und entsteht in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Herr P.D. Dr. Sören Hese.

In dieser Folge von BRANDWISSEN spricht Moderatorin Minel mit Sven Hannemann, Parkrevierleiter der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, über den Zustand der historischen Gärten und darüber, wie Wissenschaft und Gartenpflege gemeinsam daran arbeiten, dieses UNESCO-Welterbe für kommende Generationen zu erhalten.

Was ihr in dieser Folge erfahrt • Warum historische Parks besonders unter dem Klimawandel leiden • Wie Drohnen die Gesundheit von Bäumen dokumentieren • Weshalb innerhalb von fünf Jahren bereits rund zehn Prozent der Blattmasse verloren gegangen sind • Welche Maßnahmen die Stiftung ergreift, um die Parks widerstandsfähiger zu machen • Warum neue Baumschulen und klimaresistente Baumarten Hoffnung geben * Das Mitbringsel* Sven Hannemann bringt einen kleinen, vertrockneten Eichensämling mit. Er zeigt eindrucksvoll, welche Folgen extreme Hitze und Trockenheit selbst für junge Bäume haben können – und warum jeder einzelne Baum heute kostbar ist.

Moderation: Minel

Transkript anzeigen

00:00:07: Brandwissen, junge Fragen an kluge Köpfe.

00:00:10: Der Podcast der die Neugier entfacht!

00:00:12: Von Pro Wissen Potsdam mit Forschenden aus Brandenburg – neugierig direkt und mittendrin.

00:00:24: Hallo und herzlich willkommen

00:00:25: zu brandwissen.

00:00:26: ich bin

00:00:26: Minelle.

00:00:27: stellt euch vor ihr spaziert durch einen der berliner oder brandenburgischen Gärten.

00:00:32: um euch herum stehen mächtige alte Bäume einige davon älter als eure uruseltern.

00:00:38: Die Sonne scheint durch die Blätter und alles wird flechtlich ungesund.

00:00:42: Und plötzlich summt etwas in den Baumkronen, eine Drohne!

00:00:46: Was macht ihr dort?

00:00:47: Was kann die?

00:00:48: Was bringt sie uns?

00:00:49: Und was sieht sie vielleicht, was wir Menschen nicht

00:00:51: sehen?!

00:00:53: Und was verrät sie über die Gesundheit der Bäume in einem Unesco-Welterbe?

00:00:57: Darüber spreche ich heute mit Sven Hahnemann, der die Potsdamer Schlossparks wie kaum ein anderer kennt.

00:01:03: Herzlich willkommen bei Brandwissen Herr Hahnemahn.

00:01:05: Schön dass Sie da sind

00:01:06: Ja Dankeschön.

00:01:08: Wenn Sie mich jetzt einmal durch den Park Saas-Soussi oder einen der anderen schönen Gärten hier zeigen wollen, was würden sie mir denn als Allererstes zeigen?

00:01:16: Was wichtig wäre über die Übergärten zu wissen – über diese schöne, was wir an der Natur kennenlernen sollten?

00:01:22: Ja also so eine dieser Potsdamer und Berliner Parkanlagen stehen ja nicht umsonst unter Weltkulturerbe weil sie natürlich praktisch ideale Landschaften sind.

00:01:37: Die wurden gestaltet, sind nicht sozusagen vom Himmel gefallen sondern die wurden gestaltet.

00:01:42: über viele Jahrzehnte idealisierte Landschafte dadurch es wurden geschaffen und dadurch fühlt man sich vielleicht auch sowohl dort in dieser Parklandschaft gerade um die Havel rum oder auch im Park Songsozil weil Das Idealbild eines Landschaftsraumes sozusagen im Kopf eines Menschen weckt.

00:02:06: Und ja, das ist vielleicht der Trumpf... Manchmal kriegt man es nur unterschwellig mit aber vielleicht ist es auch gerade das Schöne dass man es manchmal nur unterschwällig und nachher erst mitbekommt.

00:02:17: Ach!

00:02:17: Das hat sich jemand selbst ausgedacht und das ist künstlich.

00:02:20: Ah ok Es wirkt halt so wie pure Natur.

00:02:24: Ja und wenn wir jetzt durch den Park gehen, sehen wir vielleicht für manche ist es eher dass sie das richtig gut wertschätzen und manche die sehen das vielleicht gar nicht so.

00:02:34: Und wir sind erstmal laufender durch und finden es total entspannt und ruhig und wir sehen das Perfekte.

00:02:40: Gibt es denn etwas wenn Sie durchlaufen was Sie vielleicht sehen was wir nicht sehen mit Ihrem kritiker Auge?

00:02:46: Wenn man zu sagen kann

00:02:49: ja natürlich gibt ganz viel was ich sehe Was mich vielleicht ein bisschen stört oder so.

00:02:56: Zum Beispiel, dass sehr viele Jugendliche nur noch mit diesem Gerät durch den Park laufen.

00:03:02: Ich halte gerade einen Handy hoch und dann noch verkabelt sind mit Ohrstäbseln und sich gar nicht mehr dem was da eigentlich geboten wird der Natur, der idealisierten Natur die ihm gar nicht hin geben können weil sie sich zu sehr ablenken lassen mit diesem Handy.

00:03:20: Das ist eigentlich schade.

00:03:21: Ich habe irgendwie neulich mal gehört, da gab es eine Erfassung ein Jugendlicher wie nahe wie alt bist du?

00:03:27: Zwölf?

00:03:28: Okay zwölf okay manell verbringt durchschnittlich in der Woche vier und halb Stunden vor dem Bildschirm.

00:03:38: also ich rede jetzt hier so von neuen Medien und so nicht jetzt während des Schule das ist herausgerechnet und am Wochenende sind sogar sechsundhalb Stunden Und die Zeit fehlt ja dem Jugendlichen oder Ja, dann für andere schöne Sachen zum Beispiel zu den schönen Parkspaziergang wo man das vielleicht mal bewusst Zuhause lässt und einfach dass man auf sich einströmen lässt wie schön es da eigentlich ist.

00:04:01: Und so was fangen Sie das einfach auf?

00:04:04: oder woran machen sie sowas fest?

00:04:06: Wo wartet

00:04:07: die Menschen?

00:04:07: Das ist ja auch das Schöne, wenn man einfach mal rum geht.

00:04:10: Es steht fast keiner mehr im Straßenraum oder im Park, keiner mehr mit so einem Handy herum ohne so einen Handy herum.

00:04:19: Und da sich gehen ja dem, weil er so abgelenkt ist sozusagen eigentlich die ganzen schönen Sachen.

00:04:25: Die man so entdecken kann draußen gehen wir verloren und das ist eigentlich schade.

00:04:30: Und vielleicht geht immer verloren zu sehen dass diese Parkanlagen zum Teil sehr, sehr krank sind und sehr große Probleme haben durch den Klimawandel, weil man vielleicht auch so abgelehnt ist.

00:04:42: Und können Sie an den Bäumen vielleicht auch Dinge erkennen?

00:04:45: Also wenn wir da durchlaufen, wir sehen ein wunderschön Baum und sagen so Guck mal, ein Baum.

00:04:50: Und er läuft mir weiter?

00:04:52: Sehen Sie da was anderes

00:04:53: aus als wir?

00:04:54: Ja natürlich!

00:04:56: Wir

00:04:56: sind dann geschult um dort sozusagen die Probleme an Bäumen zu erkennen.

00:05:01: ich bin der Landschaftsarchitekt und eine Sache bei uns ist sozusagen dass man Räume praktisch neu plant und herstellt oder aber das man praktisch Parkanlagen wie es schon gibt schützt und erhält.

00:05:16: Das ist unsere Aufgabe bei der Stiftung Preußisch Schlösser und Gärten.

00:05:19: Und da machen wir eine Baumschau von allen Bäumen, zum Beispiel im Zonksussee.

00:05:24: Und das sind in Zonssusi-Sächsenzwanzigtausend.

00:05:26: Da beurteilen wir auch die Vitalität.

00:05:29: Die Vitalität nimmt natürlich ... Weil wir es seit Jahren dokumentieren können wir das auch feststellen... Die nimmt rapide ab!

00:05:37: Also es gibt viel mehr Totholz, es gibt viele mehr absterbende Bäume kurzen Zeitraum.

00:05:45: Also ich darf das jetzt vierundzwanzig Jahre machen bei der Stiftung, also wir sind vierund zwanzig jahre da momentan angestellt und dadurch habe ich einen ganz guten ja Rückblick auch und vor vierundzwziger Jahren war es halt noch relativ überschaubar was man da so an arbeiten hatte an den Bäumen.

00:06:04: mein Lieblings Beispiel ist Ich bin ja nicht für den ganzen Park zuständig sondern Für ein Drittel das sind hundert-und zwei Hektar.

00:06:11: Und damals waren es halt fünfzig Bäume, die bearbeitet werden mussten im Jahre two-thousand zwei Bischöchen Tosa Aster rausgeschnitten werden muss oder fünf Bäume waren die zur Fällung waren.

00:06:24: Heute, vierundzwanzig Jahre später sind es fünfhundert Bäume die bearbetet werden müssen pro Jahr und circa hundert Fällungen.

00:06:32: also dieses ganze Thema Klimawandel ist halt auch in diesem kleinen Kosmos historischer Park total präsent.

00:06:40: leider Wenn man sich da einmal eingeguckt hat, dann kriegt man es gar nicht mehr raus aus dem Kopf.

00:06:48: Man siehts überall und das läuft voll!

00:06:51: Und das letzte Wochenende, die höchsten Temperaturen in Deutschland seit überhaupt die Aufzeigezeichnung sind, dieses Ding läuft weiter.

00:07:01: Das ist wie so ein Kreisel der den Anschein hat dass er sich immer schneller dreht.

00:07:09: Und da sind wir alle ein Stück weit gefordert, und Ihnen mussten Sie vielleicht auch an sich selber überlegen.

00:07:14: Wie kann man da nachjustieren?

00:07:16: Was kann ich selber an mir nachjustiren?

00:07:20: Ja was kann ich dazu beitragen dass der Kreisel sich nicht noch schneller dreht als er schon sich dreht?

00:07:25: Und da wir jetzt gerade schon davon sprechen was alles mit Bäumen zu tun hat und auch die Gesundheit von Bäumen würde ich jetzt einmal gerne auf dein Mitbringsel zurückkommen das du uns mitgebracht

00:07:34: hast.

00:07:40: Das Mitbringsel.

00:07:46: Ich war heute Morgen am Ruinberg.

00:07:47: Der Ruinberg gehört auch mit zum Park-Songsussee und was ich in der Hand habe, ist der Rest von einem sich selbst ausgesähten Baum also eine junge kleine Eiche praktisch die am Wochenende, wie erinnern uns, vierzig Grad komplett vertrocknet ist einfach mal vertrocknt.

00:08:11: Und wenn man da so durch die Stadt Potsam fährt, habe ich heute Morgen zum Beispiel oder war es am letzten Wochenende gesehen.

00:08:20: Am Sternzentrum sind diese grünen Steinwände an der Abfahrt.

00:08:27: Der wilde Wein tot!

00:08:28: Es stirben praktische Bäume einfach weil diese Sonnenstrahlung viel zu stark ist, viel zu massiv und viel zu lange.

00:08:39: Und da brauchen wir ja, ich vergleiche es mal gerne mit den Menschen.

00:08:44: Bei dieser Temperatur und dieser Sonneneinstrahlung mich einfach mal eine Stunde rausstellen ohne Sonnenschutz.

00:08:51: Vielleicht sogar zwei?

00:08:52: Der Baum kann übrigens nicht weglaufen der kann sich nicht einkreben.

00:08:55: das ist extrem!

00:08:57: Das schädigt auch die Bäume und natürlich dem Park.

00:09:00: Jetzt könnte ich die Frage stellen, was können wir Menschen dagegen machen?

00:09:04: oder würde die einfache Antwort kommen und uns einfach ändern?

00:09:07: Machen wir Menschen meistens in dem Sinne nicht.

00:09:10: Also wir tun meistens selten etwas dafür.

00:09:13: für richtige Veränderungen muss man einfach ganz klar sagen.

00:09:16: aber weil wir uns darum nicht so wirklich kümmern also die meisten zumindest haben wir sind auf die glorreiche Idee gekommen mit Drohnen zu arbeiten im Park.

00:09:26: das Thema Jetzt würde ich einmal gerne wissen, wofür sind diese Drohnen geschaffen?

00:09:33: Ja also die was wir von unten beobachten können bei den Bäumen ist eher eine empirische Feststellung.

00:09:41: Das mache ich dann sozusagen und man kann es natürlich noch Wissenschaftlicher analysieren.

00:09:49: das machen wir jetzt seit fünf Jahren über Herrn Hese.

00:09:52: der kommt von der Uni in Jena Und er macht fotogrammetische Messungen an den Bäumen.

00:10:00: Was heißt das?

00:10:01: Also es ist praktisch, der fliegt mit der Drohne hoch und nimmt diesen Baum, wenn das jetzt mal der Baum ist ja ich halte es in diesem kleinen Mini-Baum hier in dem Fliegt dringens rum und kann genau messen wie groß dieser Baum in allen drei Ds, wie groß der da ist.

00:10:18: Diese eine Messung nützt mir gar nichts.

00:10:20: aber wenn ich das über fünf Jahre immer wieder mache dann sehe auch dass da zum Beispiel irgendwas fehlt dass dieser Baum an sich kleiner wird.

00:10:30: Und was haben wir da schon festgestellt?

00:10:33: Wir haben jetzt schon feststellt, das sind in den letzten fünf Jahren, was auch Parkgeschichtlich eigentlich ein Witz ist der Blattbestand um zehn Prozent abgenommen hat in fünf Jahren In dieser Parkanlage und das finde ich schon sehr alarmierend und macht uns natürlich auch extrem Sorge oder es bereitet uns eine extreme Sorge wohin das dann auch so galoppieren kann.

00:10:58: Und jetzt hat man durch diese Drohnen zwar gemerkt, aber wir haben am Ende durch die Vergleiche der verschiedenen Jahre hinweg natürlich.

00:11:06: Aber wie haben Sie denn gemerkt dass es nötig ist jetzt auf Technologien umzuschalten?

00:11:11: Also was war denn jetzt so?

00:11:13: der ausschlaggebende Punkt, dass sie gesagt haben So!

00:11:15: Jetzt brauchen wir mehr, jetzt müssen wir die Schafengeschütze auffahren.

00:11:19: Ja also meine empirischen Empfindungen wenn ich mir den Park angucke und meine Aufnahmen machen sind Alles sozusagen, ja nicht wirklich wissenschaftlich begründbare Aufzeichnungen.

00:11:35: Die könnte man anzweifeln.

00:11:37: Diese Sachen jetzt hier die Herr Heser aus Jena durchführt mit diesen Drohnen sind wissenschaftliche nicht anfächbar.

00:11:44: Sie sind eindeutig praktisch.

00:11:48: wie Wenn man es vielleicht mal einfach unterbricht wie ein Foto und sie fotografieren immer das Gleiche.

00:11:54: Und die sehen, wie von der Skulptur was abbröselt oder so... ...und das können Sie nicht mehr dann leugen nennen!

00:12:00: Das ist ja auch nur ein Problem von einer unserer Gesellschaft, dass die immer sagen... ..."Ja, war immer schonmal ein bisschen

00:12:07: wärmer!".

00:12:10: Es war eine Phase und wir machen uns jetzt gar nicht so viele Probleme.

00:12:13: Wir machen einfach so weiter, wie wir immer gemacht haben.

00:12:15: Ich glaube, das ist genau das falsche.

00:12:19: halt auf versuchen neue Wege zu gehen und ich glaube ein wesentlicher Bestandteil von so einem neuen Weg wird vielleicht auch wieder das Lernen von Verzicht.

00:12:31: Wir haben, glaub' ich alle, zu viel!

00:12:32: Und wir muten diesen Planeten zuviel zu... ...und wenn alle da immer nur reingreifenden Schale sind die Bombschale ziemlich schnell alle.

00:12:42: Wenn wir jetzt den selben Baum anschauen wie Menschen sehen also Menschen, die jetzt vielleicht darin geschulter sind.

00:12:50: Wenn sie sich ja zum baum angucken und so eine Drohne was könnte denn die drohne sehen?

00:12:54: Was wir nicht sehen also

00:12:57: Die drohnen kann zum beispiel diese fotogrammetische sachen machen.

00:13:00: Also sie die miss wirklich und sieht wirklich wenn da auch ein kleinste ast fehlt.

00:13:07: Weil wenn ich meine baumschau sozusagen visuell von unten mache Dann habe ich nicht jeden baum hundert prozentig mit jedem ast drin.

00:13:17: Die Drohne, der vergleicht dann einmal das große Messbild A mit dem großen Messbild B. Und dann fehlt beim Messbild D ein paar Jahre später.

00:13:29: und wenn es nur zwei drei Prozent sind, ist fehlt was.

00:13:31: Wenn man das kann man halt besser übereinander legen.

00:13:33: Es ist praktisch so wie in einem Auto-Catplan dass man mehrere Lea übereinlegt und sieht immer weiter, wie halt immer mehr an den Seiten fehlt.

00:13:44: Was optisch... Von einem mehr zum anderen total wenig erscheint, aber über die fünf Jahre jetzt schon zehn Prozent sind.

00:13:53: und ja da macht man sich Sorgen um die Anderen vielleicht noch Vitalenbäume im Park weil man weiß nicht so lange wie das noch so geht.

00:14:03: So ein geschwächter Baum hat zB auch natürlich nicht nur die Schwächung durch den Klimawandel sondern dass ist auch ähnlich für uns Menschen.

00:14:10: der hat jetzt eine Krankheit der Baum.

00:14:12: und dann kommen natürlich Antagonisten also Käfer Pilze, die sowieso da sind.

00:14:18: Die früher vielleicht sogar ganz selten waren.

00:14:20: Der Heldbockkäfer war früher ein super seltener großer Einheimischer Käfer und der liebt was?

00:14:29: Wärme und starke Besonnung!

00:14:31: Was haben wir gerade besonders

00:14:32: stark?!

00:14:33: Wärmestarke Besonnung.

00:14:34: und jetzt ist er wieder komplett weg praktisch im Park.

00:14:38: und ja...der Frist des Cambium weg vom Baum

00:14:42: ist einfach wiedergekommen, als ich gedacht habe.

00:14:44: Ist jetzt warm?

00:14:45: Ja es ist jetzt warme.

00:14:46: Meine Primetime.

00:14:48: Absolut!

00:14:49: Los geht's!

00:14:49: Kann man besser nicht auszeugen meine Primetime.

00:14:52: und ja und jetzt sieht man überall Bäume die sozusagen mit dem Heldbock besiedelt sind.

00:14:57: und ohne Cambium kann der Baum nicht leben weil kein Wasser mehr von oben nach unten transportieren kann.

00:15:04: und das Problem an der Geschichte ist halt dass vielleicht wir auch stellenweise ein bisschen vergessen was wir Die Bäume mehr brauchen als die Bäume uns.

00:15:12: Also ohne Sauerstoff haben wir auch so ein paar Probleme.

00:15:17: Ja, also wir sollten da versuchen bisschen ja mehr zur Natur werden zu kommen.

00:15:24: Und

00:15:24: wenn wir den Baum, wenn einem Baum auffällig wird für uns über quasi nicht durch die Radarkontrolle durchkommt sondern wir merken da klingelt was?

00:15:35: Das sieht nicht gut aus für den Baum.

00:15:37: Kann man dem dann überhaupt irgendwie noch helfen?

00:15:39: Also wir sehen jetzt, der wird kleiner oder so kann man das noch aufhalten.

00:15:43: wenn er prozess mal angefangen hat

00:15:45: und in der Prozess mal angefangen hat, kann man es relativ schwierig aufhalten.

00:15:48: also weil wir haben ja so viele Gott sei Dank haben wir noch viele alte Bäume aber wenn's an allen Enden brennt kann man nur einige spezielle gegebenenfalls retten und dass ist wieder unheimlich teuer.

00:16:02: Es gibt da Methoden zum Beispiel dass man über Huminsäuren den Baum neue Nährstoffe sozusagen zuführt.

00:16:11: Und es ist auch wissenschaftlich begründet, dass das positiv sich auswirkt.

00:16:17: Wir haben das an einer großen alten Rotbuche im Park Songstossi getestet mit dem Leibniz-Institut und es war wirklich in Erfolg kleiner Nachteil als ein Alben.

00:16:28: Es kostete richtig viel Geld!

00:16:30: Wenn Sie dann ganz vielen Bäumen helfen wollen dann können sie es gar nicht, weil die finanziellen Mittel gar nicht haben.

00:16:38: Und momentan geben wir mehr finanzielle Mittel aus fürs Abschneiden aber halt nicht ganz so viel Geld für die Neuanpflanzung oder für die Rettung von Altbäumen genau.

00:16:52: Und wenn wir in dem Moment da stehen und diesen Baum angeguckt haben Jetzt haben wir das festgestellt.

00:16:59: Jetzt hat die Drohne das festgestellt, jetzt können wir nichts mehr machen.

00:17:02: und hilft es dann überhaupt noch neue Bäume zu pflanzen?

00:17:05: oder kann es auch einfach sein dass ab jetzt das einfach weitergeht?

00:17:09: also dieser Baum ist jetzt weg diese Bäume sind nicht mehr zu retten und selbst wenn wir neuer an Pflanzen bringt das noch was?

00:17:18: Oder wird sich das immer wiederholen?

00:17:21: und das ist wie ein Treffelskreislauf?

00:17:25: Man sollte sowieso immer gut beraten, wenn man nicht aufgibt.

00:17:32: Das wäre glaube ich die schlechteste Idee, bei jeglicher Art von Zunft, die man ausübt.

00:17:42: Also haben wir jetzt angefangen wieder eine eigene Baumschule im Park Songsocie aufzubauen und in dieser Baumschul kultivieren wir praktisch von den vitalsten Bäumen die Nachkommen.

00:17:55: Weil innerhalb dieses großen Spektrums von verschiedenen Bäumen im Park gibt es natürlich trotzdem welche.

00:18:00: Das ist auch wie bei uns Menschen, die sind vitaler als andere.

00:18:04: Beim Menschen gibt es Leute, die laufen in Marathon diese forty Kilometer in zwei Stunden das würden wir alle hier im Raum ohne dass ich weiß wie fit hier alle sind alle nicht annähernd schaffen.

00:18:17: aber es gibt so eine und ähnliches bei den Bäumen.

00:18:20: halt auch die.

00:18:21: da gibt es halt welche diesen vitaler Obwohl es die gleiche Gattung und die gleicher Art ist usw.

00:18:26: Und von diesen Vitalsen, die wir auch in unserem Baumkatastor haben, nehmen wir dann ein Startgut und fangen von diesem Bäumen an Nachzuchten zu machen.

00:18:36: Also

00:18:36: nur die besten Gene quasi probieren weiter zu verärmen?

00:18:39: Die besten Gene nachzuziehen, so genau!

00:18:41: Das ist unser einer Plan und der zweite Plan.

00:18:43: Wir fahren da zweigleisig.

00:18:44: Der zweite Plan ist dass wir gucken Was steht denn im Park schon, was eigentlich rein von der Natur her nicht stehen würde?

00:18:54: Was ist stammt eh schon aus dem Mittelmeerraum und was ist gegebenenfalls von unseren Vorfahren schon da verwendet worden.

00:19:02: Und viele von den Gehölzen stammen zum Beispiel aus dem gut klarkommen mit den Standorten, die versuchen wir dann auch nachzuziehen.

00:19:14: Die müssen halt im Habitus ähnlich aussehen wie unsere Gehörze damit wir ja das Parkbild in seiner jetzigen Form und in seiner gestaltung sozusagen erhalten.

00:19:25: aber es gibt es und da sind wir dabei sozusagen diese Klimabäume dann auch noch zu ziehen.

00:19:33: Das ist praktisch eine zweigleisige Aufstellung von uns.

00:19:40: Das ist eine ganz gute Idee.

00:19:41: Denken Sie jetzt aus ehrlicher Meinung, dass in den Fünfzig Jahren immer noch einen Brandenburg oder Berlin einen Garten finden werden?

00:19:52: Oder ein Parkfilm mehr für Leute zugänglich der annähernd irgendwas mit natürlichen Prozessen oder haupt irgendetwas was noch Grünes finden wären?

00:20:03: Ja natürlich!

00:20:05: Wenn wir finden nicht das so trotz wird sich unsere Parklandschaft verändern.

00:20:11: Wir werden nicht so viele Altbäume mehr haben, wie wir jetzt haben und wir werden aber schauen dass wir sozusagen aus dem was dort nachkommt.

00:20:22: das ist ja unsere Aufgabe.

00:20:24: Sonst könnten wir sagen okay wir machen jetzt hier wir schließen ab und gehen nach Hause ein bisschen salopp gesagt.

00:20:29: Das ist unser Aufgabe es ja diesen Park zu erhalten und natürlich uns könnten wir gleich uns vorab stehen.

00:20:36: Natürlich glauben wir dass wir schaffen einen Parkbild zu erzeugen, aber es wird ein anderes sein als das was wir jetzt kennen.

00:20:43: Denken Sie dass es trotzdem vorteilhaft ist jetzt weit also in fünfzig Jahren dass wir immer noch genau was?

00:20:52: was würden sie denn den mitgeben?

00:20:54: Was würden sie sich denn jetzt wünschen?

00:20:55: wenn sie sagen können das aus dem Park würde ich gerne im fünftig jahren immer noch im park haben.

00:21:01: Was würden die dann den Leuten jetzt sagen wenn sie empfehlen

00:21:08: Die Altbäume zum Beispiel auf den Hügeln werden wir in fünfzig Jahren nicht mehr sehen können.

00:21:12: Wir werden diese Hügel, also Ruinenberg-Klausberg, Babelsberg und die Hügle, die Potsdam umgeben, werden wir mit dem großen alten Bäumen nicht mehr sehnen.

00:21:29: Aber halt nicht mehr so viel alte und schöne, wo man so schön drunter spazieren gehen kann.

00:21:35: Das ist halt der Vorteil von einem alten Baum, dass eine große auslagende Krone da ist und so viel Schatten produziert wird und soviel auch assimiliert wird.

00:21:47: Das wird wahrscheinlich nur noch mit relativ jungen Bäumen im Fall sein.

00:21:51: Ich kann es ja wahrscheinlich nicht mehr komplett... ich bin jetzt siehstundfünfzig also in fünfzig hat er aufwärts Müsste schon sehr gut laufen für mich, dass ich das noch mal kontrollieren könnte.

00:22:03: Nichtsdestotrotz müssen wir jetzt damit anfangen, damit ihr es halt euch angucken könnt in fünfzig Jahren und dann kannst du dich vielleicht daran erinnern nach ja da gab's ja einen Handelmann.

00:22:14: die haben damals schon angefangen vielleicht ein paar andere Gattung Arten und Sorten zu pflanzen, damit dieses Parkbild zumindest im Groben so erhalten bleibt.

00:22:24: Und was führen Sie wenn sie durch so'n Park gehen?

00:22:27: Wenn Sie jetzt durch ein Park gehen, was fühlen Sie da?

00:22:30: Wenn sie da durchgehen.

00:22:34: Zu manchen Teilen werde ich da schon sehr traurig.

00:22:38: Ein krasses Jahr war dieses super trockene Jahr, das ist jetzt noch nicht so lange her.

00:22:45: Da hat es in Potsdam nur dreihundertsechzig Millimeter im Jahr geregnet.

00:22:49: Normalerweise sind normal sechshundert, also fast die Hälfte.

00:22:58: Das mag ja auch, kann man wie gesagt nicht wirklich nachweisen.

00:23:01: Aber ich persönlich habe fast meine Bäume nach Wasser rufen gehört und ich stand mit meinem Kollegen Herrn Wacker, das ist der Wissenschaftler bei uns.

00:23:12: Wir standen da und wir haben geweint weil wir konnten nirgends machen.

00:23:16: Nur zu sehen?

00:23:17: Ja also wir konnten natürlich ein paar helfen und dann da hilft mir natürlich immer den Jüngsten dann.

00:23:22: Es ist ganz klar in jungen gepflanzten Bäumen Aber den alten, die können ich den ganzen Park beregen und da gibt die Havel nicht her.

00:23:32: Und ja das macht einen schon sehr sehr traurig.

00:23:34: Da muss man sich dann wieder an ein paar vielleicht guten Sachen hochziehen dass wir jetzt eine Baumschule haben, dass der junge Bäume darin wachsen, dass wir sozusagen da sehr viele von haben und von den vielen werden es nicht alle schaffen aber einige werden sicherlich schaffen und und daran muss man sie ein bisschen aufbauen.

00:23:53: Ja, und da Gärtner sozusagen ja immer Geduld haben müssen.

00:23:57: Weil von so einer eichelten Bodendrücken bis zum Baum dauert er ein paar Tage.

00:24:03: üben wir uns jetzt in Geduld und hoffen mal dass wir auf dem richtigen Weg sind um diesen Park zu erhalten.

00:24:08: Also wie ich das jetzt verstanden habe ist es trotzdem wichtig Dass man akzeptiert, dass das gerade eine schwierige Zeit ist, dass man es auch erkennt.

00:24:16: also hilft nicht die Augen zu verschließen aber es hilft auch nicht sich im Boden zu vergraben.

00:24:21: Das machen wir jetzt nicht mehr.

00:24:23: Es ist ja eh nichts mehr zu retten, also es lohnt sich auch

00:24:28: trotzdem zu kämpfen.

00:24:31: Wir machen ganz viel mit Bodenverbesserungen, wir versuchen halt die Gattung und Atem zu tauschen oder halt die Vitalen dann wieder anzuflanzend.

00:24:40: Also wir sind da in einem Prozess drin und wir können doch noch besser werden, aber ich glaube man kann ja jeder kann immer besser werden in dem was er tut Und zumindest haben wir damit angefangen.

00:24:53: Das Wichtigste an der Arbeit ist immer, dass der Anfang von diesem Umbau des Parks oder der Parkanlagen das zumindest gemacht

00:25:02: hat.

00:25:02: Heute haben wir gelernt, dass wir hinter einem Spaziergang durch den Park als Menschen nicht mehr sehen und vielleicht einfach nur Bäume, aber dahinter vielmehr steckt Einige, die vielleicht heute zugehört haben, haben das auch gemerkt dass hinter Bäumen auch eine kleine Geschichte stecken kann.

00:25:19: Die hoffentlich wenn ihr das nächste mal durch den Park geht der Podcast in einer Rennung gerufen wird und eine kleine geschichte euch erzählt wie wichtig es eigentlich ist das wertzuschätzen.

00:25:30: Und danke noch einmal dass du hier warst uns da deine Eindrücke sowohl vom Job aus als auch als Privatperson gezeigt hast Danke sagen können, dass wir in Brandenburg und Berlin – also hauptsächlich vielleicht hier in Potsdam-Brandenburg eine so schöne Natur haben die wir wertschätzen können.

00:25:49: Dankeschön!

00:25:50: Gerne!

00:25:51: Dankeschönen das ihr zugehört habt.

00:25:53: und bis zur nächsten Folge bei Brandwissen.

00:26:03: Das war Brand Wissen.

00:26:04: Junge Fragen an kluge Köpfe.

00:26:07: Der Podcast der Eure Neugierentfacht produziert von ProWissenPotsdam in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern den wissenschaftlichen Instituten Universitäten und Hochschulen Abonniert uns, empfehlt uns weiter und bleibt neugierig.

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