#26 Grüne Welle für die Zukunft – Wie Mobilität neu gedacht wird
Shownotes
Mobilität für alle – Wie wir morgen unterwegs sind
Selbstfahrende Autos, Elektromobilität oder Flugtaxis – wenn von der Mobilität der Zukunft die Rede ist, denken viele zuerst an neue Technik. Doch reicht das wirklich aus?
In dieser Folge von BRANDWISSEN spricht Moderator Jan Prüver mit Prof. Dr. Ralf Kohlen von der Technischen Hochschule Wildau darüber, warum Mobilität weit mehr ist als neue Fahrzeuge. Es geht um klimafreundliche Verkehrskonzepte, den öffentlichen Nahverkehr, Radverkehr und die Frage, wie Mobilität künftig für alle Menschen funktionieren kann.
Was ihr in dieser Folge erfahrt • Warum Elektromobilität allein unsere Verkehrsprobleme nicht löst • Weshalb Mobilität immer auch eine gesellschaftliche Aufgabe ist • Wie Verkehr klimafreundlicher und gleichzeitig bezahlbar werden kann • Warum Radverkehr und öffentlicher Nahverkehr gemeinsam gedacht werden müssen • Welche Rolle autonome Fahrzeuge künftig spielen könnten • Warum gute Verkehrsplanung immer ein Kompromiss zwischen vielen Interessen ist
Das Mitbringsel Prof. Dr. Kohlen hat einen kleinen grünen Trabant mitgebracht. Das Modell steht symbolisch für die Entwicklung unserer Mobilität – von den Fahrzeugen der Vergangenheit bis zu den nachhaltigen Verkehrssystemen der Zukunft.
Ein Hinweis für Schulabgänger: Es gibt zwei neue Studiengänge, nämlich MUL und MOVE: www.th-wildau.de/mul und www.th-wildau.de/move
Wer die TH Wildau kennenlernen möchte, kann in den Herbstferien hineinschnuppern: https://www.th-wildau.de/hochschule/zentrale-einrichtungen/hochschulkommunikation/studienorientierung/schnupperstudium/
Moderation: Jan Prüver
Transkript anzeigen
00:00:07: Brandwissen – junge Fragen an kluge Köpfe.
00:00:10: Der Podcast, der die Neugier entfacht!
00:00:12: Von Pro Wissen Potsdam mit Forschenden aus Brandenburg.
00:00:16: Neugirig direkt und mittendrin.
00:00:23: Hallo und herzlich willkommen zu Brandwissens.
00:00:25: Wenn man über die Mobilität der Zukunft nachdenkt, denkt man oft sofort an E-Autos, selbst fahrene Fahrzeuge oder vielleicht sogar Flugtaxis?
00:00:32: Aber reicht neue Technik allein wirklich aus, um unsere Verkehrsprobleme zu lösen?
00:00:36: Und wie schaffen wir Mobilität die gleichzeitig klimafreundlich bezahlbar, zuverlässig und für alle zugänglich ist.
00:00:42: Genau darum geht es heute!
00:00:43: Ich spreche mit Prof.
00:00:45: Dr.
00:00:45: Ralf Kohlen von der Technischen Hochschule Wildau.
00:00:48: Er beschäftigt sich mit Verkehrsmanagement und erforscht, wie Mobilität in Zukunft nachhaltiger und effizienter gestaltet werden kann.
00:00:53: Herzlich willkommen
00:00:54: Hallo Jan, danke für die Einladung.
00:00:57: Wollen wir direkt zum Start vielleicht mal klären, gab es vielleicht so ein Problem im Verkehr oder einen Initiator?
00:01:04: Warum sie sich genau mit diesem Thema beschäftigen.
00:01:07: Ich habe mich damit deshalb beschäftigt weil ich als kleiner Junge häufig mit dem Bus gefahren bin in meiner Heimatstadt Rostock und da ist man halt so ein Berg runtergefahren und der Bus für oben eine Ampel bei Grün los und kam unten dann im Tal sozusagen in der Nähe Davano, kam dort immer bei Rot an immer gestanden.
00:01:24: Und da habe ich mir die Frage gestellt, muss das zu sein?
00:01:27: Geht es nicht auch anders?
00:01:28: gibt's nicht doch sowas wie eine grüne Welle?
00:01:30: kann man das sich doch irgendwie machen?
00:01:32: ja und dann bin ich eigentlich erstmal zur Eisenbahn gegangen hab Eisenbahnen wirklich Betriebs-Eisenbahner gelernt und nachdem ich dann halt drei Jahre bei der Eisenbahn das gemacht habe, habe ich dann gesagt gut Ich muss jetzt doch nochmal wieder gucken Gibt´s das mit der grünen Welle?
00:01:45: Kann man das wirklich machen?
00:01:46: und habe dann gesagt Gut Jetzt muss ich mal Verkehrsplanung studieren.
00:01:50: Das begeistert mich immer noch, das ist ein spannendes Thema.
00:01:53: Es ist bei einem technischen Ausgangspunkt, dass man sagt gibt es eben eine grüne Welle.
00:01:57: aber Verkehr und Mobilität sind so viel mehr als nur Technik.
00:02:01: Das begeistet mich einfach immer wieder!
00:02:03: Wenn wir jetzt über Mobilität der Zukunft sprechen, also das Thema des heutigen Tages.
00:02:07: Was bedeutet es denn eigentlich konkret?
00:02:09: Jetzt habe ich ja im Intro hier schon so ein bisschen erwähnt fliegende Autos und so.
00:02:12: da haben die Menschen vor hundert Jahren vielleicht auch gedacht dass wir das heute schon hätten.
00:02:15: wenn wir heute von Mobilität in der Zukunft reden über was sprechen wir da?
00:02:18: über eine besonders klimafreundliche Verkehrspolitik oder Mobilität oder einer besonders zuverlässige oder einer mit nur grünen Wellen?
00:02:26: worüber sprechen wir dann?
00:02:28: Ich habe mal bei einem großen Autohersteller in Wolfsburg mal ein Bild an der Wand gesehen.
00:02:33: Das war jetzt bestimmt zwanzig Jahre her und das Bild war aus den sechziger Jahren, da war ein Bild dargestellt wo ein selbstfahrendes Auto dargestellt war.
00:02:44: Da waren Leute im Autoraum mehr oder weniger drin und die guckten in verschiedene Richtungen und unterhielten sich miteinander.
00:02:50: Das Auto machte irgendwas umvordernd so ganz alleine.
00:02:53: So, wollen wir jetzt mal gucken.
00:02:56: Viel weit sind wir heute im Jahr zwanzig sechsundzwanzig.
00:02:59: Wir sind noch lange nicht in der Nähe dort, ne?
00:03:01: Aber da wird bestimmt eine Entwicklung in die Richtung gehen mit einer ganzen Menge Technik.
00:03:05: das Thema Klima wird eine ganz große Rolle spielen.
00:03:07: Klima und Umwelt.
00:03:08: Das sind ja zwei unterschiedliche Themen, die spielen eine große Rolle.
00:03:12: aber ich glaube es ist gar nicht unbedingt dieses große technische Thema was die Zukunft dann eben halt so maßgeblich prägen wird.
00:03:18: also nicht unbedingt diese eine technische Lösung wo es damit einmal PENG macht Und alle Verkehrsprobleme sind gelöst.
00:03:25: Das glaube ich nicht wirklich, sondern ich denke eher so in einem Begriff der da heißt Mobilität für alle.
00:03:32: Weil jeder möchte eigentlich irgendwie was anderes und wir haben ja noch mal in Deutschland ungefähr eighty-fünf Millionen Verkehrsminister das auch zurecht!
00:03:39: Das ist ja auch in Ordnung weil jede Person die so aus dem Haus raustritt hat ja sofort etwas mit Verkehr, mit Mobilität zu tun.
00:03:45: Das sind ja viele Leute betroffen und jeder möchte was anderes, jeder hat andere Erwartungen.
00:03:50: Mobilität der Zukunft heißt für mich dann wirklich, wie können wir das hinbekommen?
00:03:54: Dass wir mehr dort diese verschiedenen Herausforderungen, diese verschiedene Nutzungsansprüche sagen wird dazu.
00:04:01: Dass wir die irgendwo gegriffen bekommen und davon noch mehr
00:04:03: abdecken.".
00:04:05: Viele denken jetzt ja auch vielleicht an E-Autos wenn wir über Klimapolitik reden ist es da wirklich der wichtigste Baustein komplett auf Klima jetzt aktuell zu setzen weil das ja vielleicht die Voraussetzung dafür ist dass überhaupt weitergeht?
00:04:16: wenn das Klima irgendwann Faxen macht, wer weiß was wir dann für Probleme haben dass wir uns vielleicht gar nicht mehr über Mobilität unterhalten können.
00:04:23: Ist es denn wirklich der wichtigste Baustein sich gleich mit diesen Klimathemen auseinanderzusetzen und da auch auf E-Hauters zu setzen?
00:04:30: Also das ist ein wichtiges Thema.
00:04:32: ich möchte das gar nicht beiseite tun.
00:04:33: Das ist wirklich wirklich wichtig aber aus meiner Sicht nicht das Einzige.
00:04:38: wenn man sich das mal nicht einmal beim Thema Klima sondern vom Thema Umwelt im Sinne von Luftreinhaltung sich mal anschaut dann imitiert er so ein Fahrzeug.
00:04:47: Hier vorne steht ein kleines Grünes Fahrzeug, ein kleiner grüner Trabi.
00:04:50: Der imitierte natürlich so einiges wenn der fährt.
00:04:53: Also das kann man riechen und sogar sehen und leider imitieren die Fahrzeuge auch eine ganze Menge Sachen, die man nichts sehen kann.
00:05:00: Stickstoffdioxid spielt eine ganz große Rolle und Feinstaub ist das Zweite was eine ganz grosse Rolle spielt.
00:05:05: Was für uns gesundheitlich mit ganz großen Schäden verbunden ist.
00:05:10: Und wir müssen ja irgendwann mal davon wegkommen dass Ich spreche jetzt mal in einem Bild, dass wir mitten auf der Straße mit einem großen Topf voll Erdöl einen Lagerfeuer machen und das da abbrennen wo die Leute laufen und wohnen und atmen und spielen.
00:05:27: Da müssen wir irgendwann wegkommen, also sprich von dem Verbrenner durch mal ein Stück per Seite kommen.
00:05:32: Das wird uns sicherlich dann helfen, dass sie weniger Probleme mit dem Thema Stickoxide haben.
00:05:37: aber spannenderweise löst es diese Feinstaubproblematik nicht wirklich.
00:05:41: Also ein Fahrzeug, wenn man da am Feinstaub guckt.
00:05:44: Gibt es ja einiges was von dem Reifenabrieb kommt?
00:05:46: Das haben wir beim Elektroauto genauso.
00:05:48: Das hat denselben Reifen abrübt wie den Verbrenner!
00:05:52: Bremsabrieb ist mit dabei, Aufwürbelung ist mit bei.
00:05:55: Also sprich das ist Feinschaub der unten auf der Straße liegt und der dann nur durch das Fahren dann aufgewirbelt wird.
00:06:01: Das kann man ganz gut erkennen wenn man mit einem Fahrrad so über den Feldweg fährt.
00:06:04: Dann sieht man relativ gut was für eine Wolke mit einer da hoch gewirbelt werden.
00:06:08: Und ein Fahrrad hat ja nun keine Auspuff-Emissionen oder was in der Richtung.
00:06:12: Aber da kann man erkennen was er so einen Fahrzeug macht.
00:06:14: Ich glaube dass das Thema Elektromobilität uns da ein ganz Stückchen helfen wird.
00:06:20: Klima und Umweltjahr
00:06:21: Wo sehen Sie sonst noch aktuelle Probleme im deutschen Verkehrssystem, die jetzt vielleicht mal von dem ganzen Umweltthema abrücken?
00:06:29: Also beispielsweise wenn man auch über Radverkehr spricht oder über Schienenverkehr.
00:06:33: Wenn ich hier zu den Aufnahmen fahre, brauche ich ja immer irgendwie über eine Stunde eigentlich.
00:06:38: Ich komme aus einem Ort südlich von Berlin und das ist Luftlinie vielleicht ca.
00:06:42: um zwanzig Kilometer entfernt.
00:06:45: Und ich denke mir, es kann doch nicht sein dass ich da immer nach Berlin reinfahren muss.
00:06:50: Was sind denn da noch so weitere Probleme?
00:06:52: beziehungsweise wie könnte man die vielleicht auch angehen, dass ich vielleicht irgendwann in einer halben Stunde nach Potsam fahre?
00:06:58: Das spricht ein ganz wichtiges Thema an.
00:07:00: Die meisten denken beim Thema Mobilität nur an die Großstädte und schauen sich an wie in den Großstäten was funktionieren sollen.
00:07:08: soll sie über alle fünf Minuten fahren oder alle zehn Minuten?
00:07:11: das ist so das was man erstmal vor Augen hat.
00:07:14: aber Mobilität ist natürlich nicht non-statisches Thema.
00:07:16: es ist ein Thema dann genauso im ländlichen Raum und vor allem in die Kombination zwischen Stadt- und Land.
00:07:22: Die ist dann auch mal etwas ganz Besonderes, eine ganz große Herausforderung!
00:07:25: Und wenn wir uns einmal unsere Region angucken – Berlin Brandenburg – haben wir natürlich diesen großen Ballungsraum Berlin und Potsdam zusammen in der Mitte unserer Region liegen und alle anderen Städte oder Gemeinden liegen dann mehr oder weniger außen herum.
00:07:41: Und das führt dann dazu, dass eben halt auch ganz viele Verkehrsbeziehungen zur Stadt also Nachpotsdam nach Berlin eben halt an da sind.
00:07:48: Das heißt wenn man sich mal aus in so einer Karte darstellen würde somit einen einfachen Linien, wer fährt von wo noch wo?
00:07:55: Da könnte man sich auch wie Bindfäden vorstellen, die auf so eine Karte einfach mal spannend.
00:07:59: Dann wird man feststellen, dass es alles mehr oder weniger in diesem mittleren Bereich hinein führt und genauso sind die Straßen gebaut, so sind die Schienenwege gebaut Und so funktioniert dann auch der öffentliche Personennahverkehr, der nur dann funktioniert.
00:08:13: Wenn wir mehrere Personen möglichst viele zusammen in einen Fahrzeug bekommen können – es ist ja Massenverkehrsmittelprinzip, erst mal so ein Bus oder eine Straßenbahn oder eine Espo- oder eine Regionalexpress mit denen du heute gekommen bist und da tun für uns ganz schwer.
00:08:27: bei den anderen Verbindungen dazu sagt man eben halt danach das sein.
00:08:31: Dann Tangentin, das kommt dann aus dem mathematischen Armut nicht die Radialverbindung, sondern den Tangenten Und die spielen halt dann, was das Thema Wirtschaftlichkeit angeht in eine ganz problematische Rolle.
00:08:44: Man möchte diese Verbindung gerne haben aber kann sich eben ein aus finanziellen Gründen gar nicht so viel leisten?
00:08:50: Ja vielleicht ist das ganze Schienennetz umzubauen wäre vermutlich auch erstmal zu den Sternen gegriffen.
00:08:55: Aber warum ist denn zum Beispiel das Thema Busverkehr alleine so'n Problem?
00:09:00: Ich glaube bei unserem Ort fährt vielleicht einen oder zwei Busse irgendwie an zwei drei Kaffs nebenan Aber die fahren dann auch um wie zweimal am Tag oder so.
00:09:08: Warum könnte man nicht erst mal dieses Thema, sag ich mal angehen und das stelle ich mir schon deutlich leichter in der Umsetzung vor?
00:09:15: Woran harpert es da?
00:09:17: Auch das ist ein Finanzierungsthema.
00:09:20: Man muss sich überlegen was kostet das eigentlich den Steuerzahler also einen ÖPNV-System für den öffentlichen Personennahverkehr zu einem System zu bauen und zu betreiben.
00:09:31: Stell dir mal vor du würdest Tickets wirkt, du hast wahrscheinlich irgendwie als Studentin ein Semester-Ticket.
00:09:35: Du hast jetzt wahrscheinlich eine Schülerticket
00:09:38: oder
00:09:38: einen Deutschlandticket.
00:09:39: Jetzt stell dir mal vor, du würdest die Einzelfahrscheine benutzen?
00:09:43: Was meinst du?
00:09:43: wie viel von den Kosten, die so ein ÖPNV System, so ein durchschnittliches System erzeugt bezahlst du mit deinem Ticket?
00:09:52: was würdest du meinen?
00:09:54: Wahrscheinlich nicht so viel, fünfzehn Prozent.
00:09:56: Gute Schätzung also ungefähr die Hälfte.
00:09:59: Wenn du natürlich die Hälfte nur selbst bezahlst, wo kommt denn die andere Hälfe her?
00:10:03: Ja.
00:10:04: Gute Frage!
00:10:05: Kommt aus Steuermitteln dann.
00:10:07: Und wenn das aus Steuermitteln kommt – also das was wir alle bezahlen, wenn wir einkaufen und arbeiten, dann muss man in der Entscheidung treffen, wofür gibt man diese Mittel aus?
00:10:18: Ich war am vergangenen Jahr mit den Studierenden aus dem Modul Verkehrspolitik und Verkehrsmarkt im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestag.
00:10:25: Da waren wir zu Gast, waren da oben auf der Empore und haben dann in der Diskussion gefolgt damit man es mal selbst miterleben kann.
00:10:31: Und ein Tagesordnungspunkt war unter anderem die Finanzierung des Deutschland-Tickets durch den Bund die Co-Finanzierung.
00:10:39: Das sind Größenordnungen von einem Mal fünf Milliarden Euro pro Jahr die nur allein dadurch, dass das deutschen Ticket eingeführt worden ist und damit Fahrgeldernahmen wegbrechen für die anderen Tickets.
00:10:50: Dass das kompensiert wird genauso viel zahlen die Länder auch nochmal als in also ungefähr drei Milliarden Euro pro Jahr über die wir reden.
00:10:57: Also richtig richtig richtig viel.
00:11:00: Und dann gab es eine Diskussion.
00:11:01: Die fand ich nämlich jetzt besonders wichtig.
00:11:03: komme ich zu einer Frage zurück?
00:11:05: Wenn man diese drei Milliarden euro Steuergelder jetzt für dieses Ticket ausgibt Dann fehlen die an anderer Stelle.
00:11:11: Die fallen ja nicht irgendwo vom Himmel, die muss man irgendwo hernehmen.
00:11:14: Und die werden dann typischerweise eben halt von den Mitteln genommen mit denen man Straßen neu baut und indem man neue Züge anschafft wo man eben halt vielleicht ein verbessertes Angebot für leicht einen paar mehr Buslehnern benutzt.
00:11:26: aus demselben Topf kommt es heraus und man kann das Geld dann leider nur einmal ausgeben.
00:11:31: und deswegen ist es so eine Aufgabe die wir als Verkehrspanner haben zu gucken wer braucht was?
00:11:36: Was sind so diese Ansprüche?
00:11:38: und dann müssen wir irgendwo ein Kompromiss finden.
00:11:41: Und das ist das, was wir dann typischerweise machen.
00:11:43: Ja absolut komplexe Problematik an der Stelle selbst wenn es ums Thema Busverkehr geht vom Schienenverkehr jetzt mal ganz so schweigen.
00:11:51: Jetzt haben wir hier ein schönes Fahrzeug vor uns.
00:11:54: Sie hatten das vorhin schon auch schon angesprochen gehabt
00:12:02: Das Mitbringsel
00:12:07: sind grünen Trabant.
00:12:09: Was hat er mit ihrer Forschung zu tun?
00:12:12: Verkehr du hast das Thema angesprochen hat natürlich auch etwas mit Klima und Umwelt zu tun.
00:12:16: Und was mich halt besonders interessiert, das sind letztendlich die Umweltfolgen des Straßenverkehrs und haben herauszubekommen wie kann ich den Straße oder können wir den Straßenverkehr anders organisieren damit er trotzdem noch da ist aber halt nicht so große Umweltfolge eben halt für uns alle dann hat.
00:12:34: Das nennt man zum Beispiel umweltorientiertes Verkehrsmanagement.
00:12:38: gibt es zb auch hier in so einer Stadt wie Potsdam?
00:12:41: es ist genauso mit installiert.
00:12:43: Und was wir halt machen, das Haus zu bekommen, wie viel erzeugt.
00:12:47: Wie viele Auspuffgase ums Umgangssprache zu formulieren kommen aus so einem Trabi heraus.
00:12:54: Wir wissen es sind zwei-Tag-Gemisch, was der typischerweise tankt und das riecht man eben doch sehr deutlich.
00:12:58: Groene Wasserschaufferbindungen kann man riechen haben wir sonst halt nonziemlich ja ganz zuviel.
00:13:04: und mein Job ist es den Verkehr so zu gestalten dass wir weniger von diesen Emissionen haben, dass man weniger herauskommt.
00:13:13: Was selber, was du Fahrschule dazu gesagt hast.
00:13:16: Das sind eben halt dann drei Pedale irgendwie da, nehmen wir in die Kupplung mal beiseite ich mein Schalt.
00:13:22: Ja schon klar ja mache ich auch noch den alten Schaltführerschein
00:13:27: und das sind ja zwei Emissionspedale, die Du hast.
00:13:31: Dass Gaspedal sorgt dafür dass Stickstoff Dioxid hinten rauskommt Und das Brems-Betal sorgt dafür, dass Feinstaub entsteht.
00:13:40: Also im Grunde welches Betal auch immer du drückst macht es für die Umwelt was Falsches.
00:13:45: und mein Job ist jetzt dafür zu sorgen, dass du weniger darauf drücken musst, dass man möglichst gleichmäßig fahren kann und wenn halt solche Anfahr- und Bremslvorgänge stattfinden, dass sie bitte an den Stellen passieren wo zum Beispiel die Straße besser durchlüftet ist.
00:13:59: Das sind so Gedanken die wir uns hier machen.
00:14:01: Hört sich sinnvoll an, im Lehrlauf wird man schwer von A nach B kommen.
00:14:05: Welche Erkenntnisse hat sie denn aus ihrer Forschung zuletzt am meisten überrascht?
00:14:11: Am meisten hat mich aus einem Forschungsprojekt von meinem Kollegen Christian Rudolf etwas überrasacht und zwar ging es dort um ein Projekt für den Radverkehr und zwar um das Thema Überholabstände.
00:14:24: da haben wir in einem Citizen Science-Projekt haben wir mit den Bürgerinnen und Bürgern so Kleine Open-Bike-Sensoren gebaut, haben die hinten auf Fahrräder montiert.
00:14:34: Und diese Open-bike Sensoren können messen wie schnell wird man überholt mit welcher Geschwindigkeit und Fallung, mit welchen Abstand oder welche Position ist man dort?
00:14:44: Aus diesen vielen Datensätzen, die dort generiert worden sind, ist unter anderem herausbekommen dass immer dann wenn eine Markierung unten auf der Straße ist diese Überholabstände von ein Meter fünfzig wie wir sie jetzt hier an der Straßenverkehrsordnung stehen haben werden da nicht mal eingehalten.
00:14:59: Und eigentlich machen wir diese Striche auf die Straße aus guter Absicht.
00:15:04: Wir wollen klar markieren, wer soll wo fahren, damit es weniger Unfälle gibt.
00:15:09: und nun führt dieser Strich auf der Straße dazu, dass etwas gefährlichere Situationen entstehen.
00:15:15: Das fand ich bemerkenswert.
00:15:18: Beim Ausbau von Radwegen gibt's immer wieder Konflikte mit Autofahrern oder Anwohnern zum Beispiel.
00:15:23: Muss die Politik dem Radverkehr künftig mehr Raum geben?
00:15:26: Auch wenn andere Verkehrsteilnehmer dadurch Einschränkung spüren?
00:15:30: Also grundsätzlich muss, wenn man irgendeinem der Verkehrsmittel etwas mehr Raum einräumen möchte.
00:15:37: Muss man zwangsläufig irgendjemanden dem Raum vorher wegnehmen?
00:15:40: Das ist das der Kern der Verkehrsplarnung.
00:15:44: Das heißt wir teilen ja am Grunde den Raum zwischen... Wenn wir mal einen städtischen Raum gucken in so einer Straße, den Raum oder den Platz zwischen den Gebäuden teilen wir ja ein.
00:15:53: Und wenn wir die Gebäude nicht irgendwie abreißen oder bei Seite schieben und möchten irgendjemand ein bisschen mehr Platz geben, dann muss man das irgendwann anders erst mal wegnehmen.
00:16:01: Das bleibt halt leider nicht aus.
00:16:02: Und das Gleiche ist an den Kreuzungen.
00:16:04: da geht es weniger um den Platz, da geht's dann um die Zeit.
00:16:08: Da gehts um die Frage wer darf über die Kreuzung rüber?
00:16:10: Und da habe ich in einer Stunde halt ungefähr drei tausend sechshundert Sekunden Nicht eine mehr, nicht eine weniger.
00:16:16: Das heißt wenn ich irgendjemandem dort ein bisschen mehr Grün geben möchte muss ich das wieder irgendjemen
00:16:21: wegnehmen.".
00:16:22: Die Frage ist halt nur wie sieht ein gesunder Kompromiss aus?
00:16:26: Und der gesunde Kompromess ist nicht die autogerechte Stadt und der gesundekompromiss auch nicht.
00:16:31: alles nur auf den Radverkehr auszurichten alle anderen dann beiseite zu tun Also jetzt nur den Radverkehr anzugucken, wäre so etwas wie das Kind mit dem Bader auszuschütten.
00:16:42: Also dann würden wir die gleichen Fehler, die in den fünftigen, sechziger Jahren mit der autogerechten Stadt gemacht worden sind, würden wir gleich noch einmal machen?
00:16:49: So hat es übrigens der ehemalige oberste Verkehrsplaner von Berlin also der Abteilungsleiter Verkehr bei der Senatsverwaltung mal in einem unserer Colloquium dargestellt.
00:16:58: Das ist Empfehlung an uns für das Thema Radverkehr.
00:17:02: Was sollen wir machen und was sollen wir den Studenten auch beibringen?
00:17:05: schüttet das Kind nicht mit dem Badeaus.
00:17:07: Das war seine
00:17:08: Empfehlung.".
00:17:10: Asler, lass uns vielleicht nochmal so ein bisschen zurück zum Thema Nachhaltigkeit kommen und beziehungsweise wieder zum Kern unserer Gesprächsmobilität der Zukunft.
00:17:19: Viele stehen ja weiterhin im Stau und kämpfen mit Verkehrsproblemen – das hatten wir ja alles besprochen!
00:17:24: Auch das Schienennetz, was komplett auf Berlin und Potsam zugeht.
00:17:29: Welche Probleme außer die Finanzierung stellen sich denn dem Ganzen noch?
00:17:32: Dass diese Entwicklung so sehr langsam vorangeht.
00:17:37: Also die Frage ist warum dauert es so lange bis sich unser Verkehrssystem verändert?
00:17:41: Das ist ein ganz wichtiges Thema.
00:17:43: Das ist streng genommen eigentlich kein technisches Problem.
00:17:46: Wenn es nur um die Technik geht, glaube ich gibt das die eine oder andere Lösung, die man durchaus schon machen kann.
00:17:51: Aber wir haben gerade angesprochen dass sich ja irgendjemand in der Regel irgendetwas wegnehmen muss bevor ich wieder irgendwas gebaut bekomme.
00:17:58: und das bedeutet zum Beispiel wenn ich bei dir vor deinem Haus irgendwo eine neue Straße, eine Autobahn oder einen Eisenbahnstreck bauen möchte dann wirst du mir wahrscheinlich sagen Mensch aber ich möchte nachts gern schlafen Ich möchte gerne mal auf einem Fenster schlaven Und wenn dann immer nachts ein Güterzug vorbei radert bist du jedes Mal wach.
00:18:16: Das heißt, es gibt durchaus auch Argumente die gegen neue Infrastruktur oder eine intensivere Nutzung sprechen.
00:18:24: Und diese Gründe muss man sich alle angucken!
00:18:27: In den letzten Jahren, ich würde sagen in den letzten zwanzig Jahren ungefähr ist ganz viel gemacht worden in der Verkehrsplanung dabei.
00:18:34: Man nennt das Beteiligungsverfahren.
00:18:36: Das heißt also all diejenigen, die mit so einem Projekt oder mit den Folgen von diesem Projekt mittelbar oder unmittelbar betroffen sind müssen beteiligt werden.
00:18:44: Das hat aber auch dann dazu geführt dass man wirklich lange, lange Prozesse hat teilweise eben halt durch die verschiedenen Gerichtsinstanzen durch und das dauert dann so sehr lange bis letztendlich etwas Neues dann entstanden oder etwas Neues entstehen kann.
00:18:58: Und da ist jetzt die Herausforderung für, ich würde sagen jetzt die junge, die neue Generation vor euch zu gucken wie kann man dort sogenannte Planungsbeschleunigung machen?
00:19:09: Wie kann man diese Prozesse neu gestalten?
00:19:13: und das machen wir als Hochschule eben auch das Lehren wir genauso.
00:19:16: Wir lernen also nicht nur das Thema Mobilität an wo ich herkomme sondern eben halt auch öffentliche Verwaltung.
00:19:22: Und in diese Richtung denken wir über neue Studiengänge nach, haben wir mal dafür eben auch im September jetzt einen neuen Studiengang der dann heißt Mobilität und Verwaltung.
00:19:31: Wo man einerseits ist in Dünertechnische und andererseits die Verwaltungsabläufe kennenlernt.
00:19:37: Dann hoffe ich dass die Absolventinnen und Absolventen genau das können was du angesprochen hast nämlich es ist etwas schneller funktioniert.
00:19:45: Würden Sie sagen, dass die Kritik, wenn man jetzt sagt ich muss ja jetzt irgendwie hier auf meiner Ampelzeit sage ich mal die drei Sekunden verzichten oder auf mein Verbrennermotor verzichten.
00:19:57: Würden sie sagen das diese Kritik berechtigt ist?
00:20:00: Aus der Perspektive des einzelnen Ja klar!
00:20:03: Weil letztendlich ist so ein Verzicht bedeutet ja, dass man aus der eigenen Komfortzone heraus muss.
00:20:09: Das heißt man muss sich selbst irgendwo verändern und sich selbst zu verändern Das bedeutet, man muss sich auch selbst hinterfragen und das kostet Kraft.
00:20:17: Das kostet Energie!
00:20:18: Und da ist es nur menschlich dass es da erstmal Befürchtungen gibt.
00:20:23: was bedeutet das für mich eigentlich?
00:20:26: Da hilft an der Stelle einfach nur zu zeigen wie es geht weil ich halt einfach wenn ich nur sage gut wir machen künftig nur noch Radverkehr Das kann sich ja kaum einer vorstellen.
00:20:36: Da wird man sicher überlegen, was heißt denn das für mich?
00:20:38: Krieg ich da meine Kinder noch irgendwie zur Schule gebracht?
00:20:41: Wie kriege ich das mit dem Einkauf geregelt?
00:20:43: Punkt, punkt, punkt!
00:20:44: Also da ist dann ganz viel, was man sich dann überlegen sollte oder was die Menschen sich überlegen.
00:20:49: Von daher ein großes Thema.
00:20:54: Wenn wir uns jetzt mal in die Zukunft blicken und genau diese Menschen sagen könnten... So bewegst du dich in zwanzig Jahren fort, so bewegen wir uns alle in zwanzig jahren fort.
00:21:07: Was würden sie denen dann sagen?
00:21:09: Also ich hoffe dass wir Alle noch ein Stück weit mehr selbstbestimmter unterwegs sein können.
00:21:14: das würde Ich mir wünschen.
00:21:15: dass wäre schön.
00:21:16: Das wäre das was ich in der für die zukunft ebenal dann sehr Dass wir weniger oder ein stückweit weniger dadurch geprägt sind wie wir vor zwanziger oder vor vierzig Jahren uns bewegt haben Als die dinger hier dieser autos erfunden worden sind.
00:21:29: Das war die Zeit der Massenmotorisierung nach dem Zweiten Weltkrieg.
00:21:33: Da hat sich dramatisch etwas verändert bei unseren Netzen, das heißt so wie vor hundert Jahren sich die Personen von A nach B bewegt haben, so machen wir es heute nicht mehr und so werden wir das auch in zwanzigundfünfzig Jahren nicht mehr haben.
00:21:45: da wird sich was weiterentwickeln.
00:21:47: ich denke auch dass sich das Thema Automatisierung dort noch viel weiter durchsetzen wird.
00:21:53: das wird eine größere Rolle spielen.
00:21:55: Und wenn ich doch noch mal ein System kosten, das öffentlichen Verkehr ist.
00:21:58: Wenn ich da nochmal anknüpfen darf, stell dir vor wie hätten dann kein Fahrer mehr den wir bezahlen müssen?
00:22:04: Die größten Kostenpositionen beim öffentlichen Verkehr sind Personal und Energie.
00:22:08: Das sind die beiden großen Themen, die eine Rolle spielen.
00:22:11: Wenn wir an dem einen schon einmal arbeiten könnten dass die Personalkosten geringer wären, das wäre doch toll!
00:22:18: Ja,
00:22:18: wer weiß wo's mit KI hingeht.
00:22:20: Ich hab schon mitbekommen in den USA gibt es schon teilweise autonome Autos.
00:22:25: mal schauen wann die von... Sie haben ja vorhin schon eine aus Wolfsburg, eine Automark angesprochen.
00:22:31: Wann die vielleicht auch auf die Dekomm?
00:22:33: autonomes Fahren nach Deutschland zu bringen, sag ich mal?
00:22:36: Gibt es denn Entwicklung, die ihrer Meinung nach aktuell noch zu wenig Aufmerksamkeit bekommen?
00:22:41: oder andererseits vielleicht auch Technologien, die überschätzt werden, die zu viel Aufmerksamkeit bekommen, gibt's da irgendwelche Disparitäten aktuell noch?
00:22:50: Also meine Ansicht nach wird der Mensch zu wenig berücksichtigt also... an vielen Stellen etwas sehr technisch betrachtet.
00:22:56: Ich möchte mal ein Beispiel nennen, stell dir mal vor du sitzt oder stehst auf einem großen Bahnhof Berlin-Hauptbahnhof oben auf einem der Bahnsteige und dann hast du jede Menge Anzeigen die du siehst, jede Menge Schilder den Lautsprecherdauer kommen jede Menge Ansagen heraus.
00:23:14: das mag bestimmt alles richtig sein das mag vielleicht sogar stimmen was dort angesagt wird kann man sich auch noch befinde fragen ob das wirklich alles so richtig.
00:23:21: aber hier unterstellen wir mal dass es sogar ist, richtig wäre.
00:23:24: Ist das was du in dem man braucht an Informationen wenn du da auf einem Bahnsteig stehst?
00:23:29: Du willst ja vielleicht wissen wo ist der Wagen wo du mit deinem Fahrrad reinkommst?
00:23:32: Du wirst vielleicht wissen Wo ist dein Sitzplatz von welchem Bahnsteiger fährt dein eigener Zug ab?
00:23:39: Aber nicht alles andere rundherum und das etwas urmenschliches wo es eigentlich bei diesem ganzen Thema Mobilität weniger um Technik geht, sondern eher um so etwas wie Psychologie, Wahrnehmung.
00:23:51: Was möchte der Mensch?
00:23:52: Was macht man
00:23:53: damit?".
00:23:54: Das ist etwas was aus meiner Sicht noch ein Stück zu wenig betrachtet wird und da es auch meinen Gedanke und mein Wunsch da wirklich mehr dranzumachen Mobilität halt nicht nur außer technischen Sicht, sondern auch außer gesellschaftlichen Sicht mit anzugucken.
00:24:11: Was ist denn so das Wichtigste, was in Zukunft auch für den Radverkehr entschieden werden muss?
00:24:17: Da muss man damit Sicherheit auch... Es gibt ja gerade am Wochenende kommen sie alle.
00:24:21: Die Rennradfahrer, die dann alle die ganzen Landstraßen blockieren.
00:24:24: Andererseits gibt es in der Stadt in Potsdam ziemlich viel Radverkehr.
00:24:28: Was ist da das Wichtigste, wenn man jetzt auf den Rad verkehr guckt und mit dem Thema verbindet?
00:24:35: Ganz wichtig ist das Thema Sicherheit im Radverkehr.
00:24:38: Oh, weil letztendlich Radfahrende sind dadurch, dass sie eben halt nicht so ein Metallgebig um sich herum und man eben hat doch viel viel gefährdeter wenn es dann zum Unfall kommt.
00:24:49: Und von daher ist das hier mal Sicherheit etwas was eine ganz große Rolle spielt.
00:24:53: aber auch die Frage wie sehen denn eigentlich moderne Anlagen in einer richtigen Größenordnung aus damit man Radverkehr auch wirklich nutzen kann an allen Stellen?
00:25:04: Da geht es nämlich dann im Kern um die Frage, ob man jetzt kommt zwei Fachbegriffe dazu.
00:25:09: Ob man entweder Angebots orientiert oder Nachfrage orientiert?
00:25:14: Die Planung macht nachfragenorientiert heißt ich gucke mir erstmal an wie viele Personen auf dem Fahrrad unterwegs sind und danach dimensioniere ich das.
00:25:23: Angebots Orientiert bedeutet Ich baue schon mal etwas größer, um von vornherein auch einen Nachfrageimpuls dann mitzusetzen dabei.
00:25:32: Das ist eine ganz große Frage.
00:25:33: hat mir in Königswüstehausen eine größere Diskussion mit der Bürgermeisterin die dort also auch ein Fahrradpark aus am Bahnhof bauen möchte und die Frage ist wie groß dimensioniert man es?
00:25:42: Wenn ich es nur auf das Dimensionale was jetzt an Nachfrage da ist, förde ich den Radverkehr nicht wirklich damit.
00:25:48: Wenn ich's aber größer baue um den Rad verkehr zu fördern, setze ich mich dem Vorwurf aus dass sich der öffentliche Mittel in einem viel zu großen Umfang dann eben halt dort hinein nehme, dass das vielleicht überdimensioniert wäre.
00:26:01: also eine ganz große Frage halt wie dimensionieren wir diese Anlagen?
00:26:05: wonach wollen wir das machen?
00:26:07: und da gibt es auch ein schönes Bild dazu.
00:26:09: stelle vor du stehst an einem Fluss.
00:26:11: Nehmen wir die Elbe oder den Reinen und das.
00:26:14: Brücken sind weit, mehrere Kilometer nach links und rechts.
00:26:17: Und dann stellt sich einer neben dich und sagt guck mal hier schwimmt ja keiner rüber also brauchen wir auch keine Brücke
00:26:25: Ja, macht nicht so viel Sinn.
00:26:26: Das ist dieser Grundgedanke der dahinter steht.
00:26:29: also jetzt nur weil jetzt gerade niemand das nutzt.
00:26:31: es kann ja gut auch sein dass niemand einen entsprechenden Radverkehrsanlage genutzt weil die schlicht und ergreifend nicht geeignet ist falls er nicht geeigte dimensioniert ist.
00:26:39: einer von unserem maße Studierenden im Radverkäf... Der hat untersucht was es eigentlich bedeutet dass ein Bahnhoffahrrad freundlich ist aus der Perspektive der Radfahren.
00:26:49: denn Also was braucht es wirklich an dem Bahnhof am Umfeld, in den Zügen alles rundherum damit man dieses Angebot Bahnhof als fahrradfreundlich gestalten kann.
00:26:58: Das sind so Themen die beim Radverkehr sicherlich noch eine Rolle spielen und wo ich hoffe dass das dann in der Zukunft doch immer ernsthafter betrieben wird.
00:27:06: bei der db in frau gu sehe ich das sie haben extra so einer Koordinierungsstelle zum Thema Radverkehr mit hinein zugenommen.
00:27:13: die betreiben das sehr ernsthaft.
00:27:14: da machen wir auch sehr viel als Hochschule mit in dieser an dieser Schnittstelle zwischen Eisenbahn und dem Radverkehr.
00:27:21: Und da, denke ich, spielt in der Zukunft eine ganze Menge Musik.
00:27:25: Ich nehme aus dem Gespräch heute auf jeden Fall mit das die Mobilität der Zukunft weit mehr ist als nur neue Fahrzeuge oder nur Klimapolitik oder nur Technik.
00:27:33: es geht darum unterschiedliche Verkehrsmittel sinnvoll miteinander zu verbinden und gleichzeitig Lösungen zu finden diese wohl für die Umwelt als auch für die Menschen gut funktionieren.
00:27:41: vielen Dank für die spannenden Einblicke und dass sie sich Zeit genommen haben.
00:27:44: Professor Doktor Kohlen Danke für die Einladung.
00:27:53: Das war Brandwissen.
00:27:54: Junge Fragen an kluge Köpfe!
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